Aufwertung für Ustermer Naturschutzgebiet
Im Naturschutzgebiet Werriker- und Glattenried wird ab Montag, 17. August, mit Bauarbeiten begonnen. Wie die Fachstelle Naturschutz der kantonalen Baudirektion mitteilt, soll eine frühere Ackerfläche nördlich der ehemaligen Fischzuchtanlage aufgewertet werden.
Durchgeführt werden dabei umfangreiche Arbeiten zur Aufwertung des Bodens. Wie die kantonale Fachstelle schreibt, werden Massnahmen zur Regeneration von zu trockenen und artenarmen Riedflächen im Werriker- und Glattenried umgesetzt. Diese seien nötig, weil die betroffene Fläche auch nach knapp 30 Jahren als ungedüngte Wiese noch immer zu viele Nährstoffe enthalte, um einen mageren und feuchten Lebensraum für die moortypische Flora und Fauna zu bieten.
Arbeiten dauern vier bis fünf Wochen
Um die Voraussetzungen für mehr Biodiversität zu schaffen, wird nun laut der Fachstelle für Naturschutz das nährstoffreiche Bodenmaterial abgetragen. Danach werde eine artenreiche Wiesen- und Riedvegetation angesät. Dadurch soll ein wertvolles Rückzugsgebiet für seltene Pflanzen- und Tierarten entstehen.
Die Bauarbeiten werden gemäss der Mitteilung rund vier bis fünf Wochen dauern. Dafür ist man allerdings auf schönes Wetter angewiesen. Bei Schlechtwetter müssten die Arbeiten jeweils unterbrochen werden. Gebaut wird jeweils werktags zwischen 7 und 17 Uhr. Die Transporte des Bodenmaterials werden laut den Projektverantwortlichen über den Riet- und den Brandschänkiweg erfolgen. Die Wege würden dafür aber nicht gesperrt.
Seit 1972 unter Schutz
Das Werriker- und das Glattenried stehen seit 1972 unter Schutz und gelten als Flachmoor und Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Ursprünglich dehnten sich die Moorflächen über eine wesentlich grössere Fläche aus als heute. Teile des Moorgebiets wurden nach der Trockenlegung ackerbaulich und als Gärten genutzt. Seit der Unterschutzstellung wird die Riedfläche kontinuierlich mit verschiedenen Massnahmen aufgewertet. Davon hätten laut der kantonalen Fachstelle für Naturschutz schon «mehrere schweizweit stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten» profitiert. Die Regeneration von Mooren habe im Kanton Zürich weiterhin eine hohe Priorität. Denn auch hier seien in den letzten hundert Jahren rund 90 Prozent der ursprünglichen Moorflächen aufgrund der veränderten Landnutzung verschwunden. (zo)

