Die Schweiz hat bei Moderna 4,5 Millionen Impfdosen bestellt, mit weiteren Herstellern ist sie in Verhandlung. Wann kann die Schweiz mit Impfen beginnen?
Die Produktion des Wirkstoffes läuft zwar, und die erste verkaufsfertige Charge soll diesen September bereitstehen. Aber: Zuerst müssen die Ergebnisse der letzten klinischen Studie vorliegen. Sie müssen zeigen, dass der Impfstoff sowohl ohne schwere Nebenwirkungen ist, wie auch, dass er wirkt. Seit Ende Juli wird dies an 30’000 Probanden in den USA in Zusammenarbeit mit der dortigen Gesundheitsbehörde getestet. Ziel ist, schon Ende des Jahres erste Ergebnisse zu haben. Zeigt sich der Impfstoff als erfolgreich, muss er von Swissmedic zugelassen werden. Mit der Covid-19-Verordnung können in der Schweiz jedoch auf Basis einer Nutzen-Risiko-Analyse schon Menschen geimpft werden, während das Zulassungsverfahren noch läuft, wie Swissmedic-Sprecherin Danièle Bersier sagt. (ish)
Was wird die Impfung bringen? Und wie sicher wird der Impfstoff sein?
Das kann man heute noch nicht sagen. In den letzten Wochen vermeldeten zwar mehrere Hersteller wie Moderna, Astra-Zeneca oder Biontech/Pfizer hoffnungsvolle Daten von ersten klinischen Versuchen. Demnach scheinen verschiedene Impfstoffe in der Lage zu sein, eine Immunantwort auszulösen, und dies ohne grosse Nebenwirkungen. Allerdings wurden jeweils erst wenig Probanden getestet, und das Ziel der klinischen Studien war es «nur», herauszufinden, ob der Impfstoff sicher ist, und nicht, ob er auch tatsächlich vor einer Infektion schützt. Dies sollen dann die gross angelegten Phase-III-Studien mit Tausenden von Probanden zeigen, die in den letzten Wochen angelaufen sind. Bereits befinden sich sechs Impfstoffe in dieser letzten Testphase.

