Eigentlich hätten Partygänger im Zürcher Club Exil an der Hardstrasse in der Nacht auf Samstag zu Hip-Hop tanzen sollen – doch wenige Stunden vor der Türöffnung sagten die Verantwortlichen den Event ab.
«Involvierte Promoter und DJs wurden vom Kantonsärztlichen Dienst Zürich informiert, dass sie am vergangenen Samstag in einem anderen Zürcher Lokal womöglich dem Coronavirus ausgesetzt waren», schrieb der Club auf seiner Website. Wo dies war, teilte der Club nicht mit.
Dass die Betroffenen vom Kantonsärztlichen Dienst kontaktiert worden sind, bedeutet nicht zwingend, dass sie sich mit dem Virus angesteckt haben. «Sie fühlen sich fit und liessen sich sofort testen, doch leider ist das Schweizer Testregime nach wie vor nicht in der Lage, Resultate innert nützlicher Frist zu liefern», schreibt das Exil weiter. Um andere Leute vor einer möglichen Ansteckung zu schützen, bleibe deshalb nichts anderes übrig, als den Anlass zu streichen. Tickets würden rückerstattet. Der nächste Anlass soll – mit anderem Programm und anderen DJs – wie geplant stattfinden.
Clubs stehen unter besonderer Beobachtung
In den vergangenen Wochen sind Clubs in Zürich und anderen Schweizer Städten wiederholt in die Schlagzeilen geraten, weil sich an ihren Partys Personen mit dem Coronavirus angesteckt hatten – angefangen im Flamingo, wo sich Ende Juni mehrere Besucher infiziert hatten.

