Es sind schwierige Tage für Regine Strittmatter. Die Direktorin des Diakoniewerks Neumünster im Zollikerberg muss über mehrere Corona-Fälle berichten. Am vergangenen Wochenende wurden 12 Mitarbeitende im Gastrobereich, der auch das an die Stiftung angeschlossene Spital Zollikerberg beliefert, positiv auf Covid-19 getestet. Am Donnerstag musste die Stiftung bekannt geben, dass sechs weitere Ansteckungen bei Mitarbeitern entdeckt wurden. Diesmal aber nicht im Gastrobereich, sondern in der Informatik, in der Hauswirtschaft und in der Pflege des Wohn- und Pflegehauses Magnolia.
«Wir sind sehr betroffen über die Situation», sagt Strittmatter. Gleichzeitig ist sie auch erleichtert, dass nicht mehr Mitarbeiter positiv getestet wurden. Nach den Ansteckungen in der Gastroküche wurden 200 Tests unter Mitarbeitern in den Betrieben der Stiftung durchgeführt. Aber, und dessen ist sich Strittmatter auch bewusst: «Je mehr man testet, desto mehr Mitarbeiter mit einem positiven Testergebnis würde man finden.»
Heikle Situation
Besonders schwierig ist die Situation, weil nun auch eine Pflegefachfrau betroffen ist. Deshalb haben die Verantwortlichen sofort auch alle Bewohnerinnen und Bewohner der Abteilung getestet. Alle Tests fielen negativ aus. «Wir sind uns aber bewusst, dass alle Tests nur eine Momentaufnahme sind», sagt Strittmatter. In Quarantäne müssen aber weder die Bewohner des Pflegeheims noch die Arbeitskollegen der Betroffenen. Ein Entscheid, der mit der Kantonsärztin gefällt wurde. «Die Pflegefachpersonen halten bei der Arbeit die Schutzmassnahmen jederzeit ein. Deshalb ist eine Ansteckung sehr unwahrscheinlich.» Nebst der Händehygiene zählt das Tragen einer Maske zur Pflicht. Das gilt auch für die Mitarbeitenden der Hauswirtschaft.
«Wir sind jetzt übervorsichtig.»
Regine Strittmatter, Direktorin des Diakoniewerks Neumünster im Zollikerberg

