Mindestens 7 Infizierte, 14 Personen in Isolation, 196 in Quarantäne, zwei in Spitalpflege: So lautet die Bilanz nach einem Ferienlager der christlichen Jugendorganisation Adonia im bündnerischen Parpan. Betroffen sind sowohl Kinder als auch Erwachsene.
«Wir gehen noch von weiteren Ansteckungen mit dem Virus aus, derzeit werden 10 konkrete Verdachtsfälle abgeklärt», sagt Rudolf Leuthold, Leiter des Bündner Gesundheitsamtes. Das Musiklager für Jugendliche im Alter zwischen 9 und 13 Jahren fand bereits letzte Woche statt. Zweimal führten die Kinder vor Publikum das einstudierte Musical «De David wird König» auf.
Wie konnte sich das Virus im Lager ausbreiten – zumal Kinder nicht als Treiber der Pandemie gelten? Die wichtigsten Fragen und Antworten:
1. Gab es für das Lager überhaupt ein Schutzkonzept?
Ja. Das Schutzkonzept orientiert sich nach Angaben der Verantwortlichen an den Empfehlungen des Bundesamtes für Sport (Baspo). Die Teilnehmer und die Mitarbeitenden seien darüber informiert worden. Auch für die Konzerte gab es Vorgaben, so wurde der Kontakt zwischen den Jugendlichen und den Konzertbesuchern auf «ein Minimum» reduziert. Zudem mussten alle Besucher Kontaktdaten angeben. Dies hat das jetzt erfolgte Contact-Tracing erst ermöglicht. Das Konzept ist nach Einschätzung von Leuthold denn auch in Ordnung.

