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Clubbetreiber will in Hinwil Maskenautomaten aufstellen

Drei Jungunternehmer haben einen Maskenautomaten erfunden, den sie schweizweit aufstellen möchten. Einer davon soll in Hinwil stehen.

Styn Haueter ist einer der drei Jungunternehmer, die den Maskenautomaten entwickelt haben. , Visualisierung eines Maskenautomaten.

Visualisierung: Safemask.ch

Clubbetreiber will in Hinwil Maskenautomaten aufstellen

Es ist nicht das grosse Geld, das sie lockt, die drei Jungunternehmer aus Oetwil am See und dem Glarnerland. «Wir wollen, dass alle Leute einfach und günstig an eine Maske kommen», sagt Marco Stettler (31). Zusammen mit Styn Haueter (29) und dessen Bruder Pascal Wyden (37) hat er das Unternehmen «Safemask» gegründet.

Angefangen haben sie im März mit einem Onlineshop. «Wir haben Einwegmasken zu einem fairen Preis verkauft», sagt Stettler, der eine Webagentur betreibt. Sie hätten jedoch schnell gemerkt, dass sie das Ganze unterschätzt hatten. «Der ganze Import, die Organisation mit den Lieferanten und die Gewährleistung der Qualität war nicht ohne.»

Spontaner Einkauf möglich

Zudem hätten sie bemerkt, dass sie das Problem mit den Masken noch unmittelbarer lösen wollten. «Wir haben festgestellt, dass besonders bei spontanen Aktivitäten die Maske nicht zur Hand ist», sagt Haueter. 

So kamen sie auf die Idee eines Maskenautomates. Stettler, der in seiner Freizeit gerne an technischen Lösungen und Programmen tüftelt, hat den Automaten realisiert. Die Schutzmasken vertreiben sie weiterhin auch online. 

Die ersten Automaten sind in Produktion, wie viele es sind, will das Trio nicht verraten. Momentan sind sie daran, Standorte abzuchecken und mit den Behörden Kontakt aufzunehmen. «Teilweise ist es etwas kompliziert, alle nötigen Bewilligungen einzuholen und dadurch kurzfristig zu planen», sagt Haueter. «Aber wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden.»

«Wir wollen, dass diese Masken für alle Menschen günstig erhältlich sind»

Styn Haueter, Safemask.ch

Ziel sei es, die ganze Schweiz abzudecken. Anfang August sollten die ersten Automaten aufgestellt werden – einer davon in Hinwil (siehe Box). Die Gemeinde Hinwil bestätigt, dass eine entsprechende Anfrage eingegangen ist. Diese könne vermutlich Ende nächster Woche beantwortet werden.  

Fünf Franken für zehn Masken

Sie hätten keine Ambitionen, damit Millionen zu verdienen, sagt Haueter, Geschäftsführer eines Zürcher Nachtclubs. «Das Ziel ist, die Masken künftig zum besten marktmöglichen Preis zu verkaufen», sagt er. «Wir wollen, dass diese Masken für alle Menschen günstig erhältlich sind», sagt er.

Es gäbe genug, die sich an der Angst der Menschen bereichern würden. Am Automaten von «Safemask» soll man für einen Fünfliber ein wiederverschliessbares Zehnerpack vom Maskentyp 2R beziehen können.

Dass man auch in manchen Selecta-Automaten Masken beziehen kann, sehen die Jungunternehmer nicht als Problem. «Wir haben nicht den Anspruch, die einzigen Anbieter zu sein», sagt Haueter. «Hauptsache alle Menschen bekommen einen einfachen Zugang zu Masken.»

Oberländer Standort für Maskenautomat

Die Gemeinde Hinwil bestätigt, dass kürzlich eine Anfrage zum Aufstellen eines « Safemask » -Automaten eingegangen ist. Allerdings sei diese nicht von Safemask gekommen, sondern von einem Zweitanbieter. Dieser betreibe an der Kreuzung Zürichstrasse/Dürntnerstrasse ein Ladenlokal, das er von der Gemeinde angemietet habe. « Der Automat sollte auf dem Vorplatz stehen » , sagt Elias Hug, Leiter Abteilung Liegenschaften. Man habe die Anfrage jedoch angelehnt. Der Grund: « Ein solcher Automat passt aus unserer Sicht nicht zum vorgeschlagenen Standort . » Zudem würde er am Bahnhof mehr Sinn machen als in der Peripherie.

Styn Haueter von Safe mask teilt Züriost mit, dass man bisher keinen Ersatzstandort im Zürcher Oberland gefunden habe. « Wir wären natürlich sehr froh um jede Hilfe. » jöm

Weitere Informationen unter:
https://safemask.ch/

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