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Corona-Fall in Fehraltorfer Asylunterkunft

Das gesamte Gebäude in Fehraltorf, in dem Asylsuchende, Sozialhilfeempfänger und andere Personen in Not wohnen, wurde abgeriegelt. Der Grund: Eine Person hat sich mit dem Coronavirus angesteckt.

Weder raus noch rein: Die Bewohner des temporären Wohnbaus an der Undermülistrasse dürfen das Haus nicht verlassen.

Archivfoto: Seraina Boner

Corona-Fall in Fehraltorfer Asylunterkunft

Im temporären Wohnbau an der Undermülistrasse in Fehraltorf ist eine Person positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Bau wurde erst im April fertiggestellt, darin wohnen rund 40 Asylsuchende, Sozialhilfeempfänger und Personen in Not. Das ganze Haus steht unter Quarantäne, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt.

Allzu viele weitere Angaben kann Gemeindepräsident Anton Muff (DGF) auf Anfrage nicht machen. «Wir wollten einfach möglichst schnell offiziell über die Situation informieren, damit keine Gerüchte entstehen», sagt er. «Darum kann ich momentan noch keine Details nennen.»

Das Contact Tracing läuft

Fest steht: Am Haus ist ein Hinweis angebracht, dass niemand rein darf – im Haus, dass man drin bleiben soll. Die Asylsuchenden würden weiterhin betreut, die Betreuer seien mit Schutzkleidung ausgestattet. Da die Gemeinde die Betreiberin ist, läuft auch die Versorgung der Bewohner des Hauses mit Lebensmitteln über sie. «Wir sind in Kontakt mit dem Kanton und setzen die Vorgaben um, die uns gemacht werden», sagt Muff. 

Wohnblock für Personen in Not und Asylsuchende steht

24.04.2020

Nicht alle Fehraltorfer freut

In Fehraltorf steht seit wenigen Tagen ein temporärer Wohnbau für Asylsuchende, Sozialhilfeempfän Beitrag in Merkliste speichern Ob es sich bei der infizierten Person um einen Asylsuchenden, einen Sozialhilfeempfänger oder eine sonstige Person in Not handle, kann er nicht sagen. «Da habe ich nicht nachgefragt, da es keine Rolle spielt.» Die Person sei nun im Prozess des Contact Tracing eingebunden.

«Sind diese Befragungen abgeschlossen, ist auch klar, ob der Fall in Fehraltorf Auswirkungen auf andere Institutionen haben könnte», sagt Muff. «Etwa, wenn es sich tatsächlich um einen Asylsuchenden handelt und dieser ein Integrationsangebot besucht hat.»

Fernunterricht nicht möglich

Soweit er informiert sei, fehle an der Undermülistrasse die Infrastruktur, damit die Asylsuchenden zum Beispiel Deutschkurse als Fernunterricht absolvieren können. «Doch die Zeit von rund zehn Tagen, in denen das Gebäude nun unter Quarantäne steht, sollten im Lernprozess verkraftbar sein», sagt Muff. 

Eine der elf Wohnungen an der Undermülistrasse hielt die Gemeinde seit der Einweihung im April frei – etwa um Personen mit Corona-Symptomen unterzubringen. Es sei nun aber das erste Mal, dass eine Ansteckung mit dem Coronavirus in einem Bereich auftauche, in den die Gemeinde direkt involviert ist. «Ob es in den letzten Monaten auf Gemeindegebiet zu weiteren Fällen gekommen ist, weiss ich nicht.»

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