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Politik

Bauern sprühen Antibiotika auf Gemüse, Früchte und Reis

Bakterienkiller im Fleisch? Klar. Aber auch im Pflanzenschutz werden Antibiotika eingesetzt. Sie fehlen für die Bekämpfung lebensbedrohlicher Krankheiten des Menschen. Und es droht eine Zunahme von Resistenzen.

Auf Fleisch zu verzichten, weil bei der industriellen Tierhaltung zu viel Antibiotika eingesetzt wird, ist zwar gut gemeint, reicht aber möglicherweise nicht mehr. Weitgehend ausserhalb des öffentlichen Radars hat sich weltweit ein weiterer, kaum überwachter Antibiotikaeinsatz verbreitet.

Mehr als hundert Nutzpflanzenarten werden heute mit Antibiotika besprüht. Am meisten davon bekommen Reis, Zitrusfrüchte und Tomaten ab. Dahinter folgen Kartoffeln, Paprika, Auberginen, Zwiebeln und weitere Gemüsesorten.

Nur drei Länder kennen das Ausmass

Über das Ausmass des Einsatzes von Bakterienkillern im Nutzpflanzenbereich gibt jetzt erstmals eine Studie Auskunft, die unter anderem von der UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation und der Weltgesundheitsorganisation in Auftrag gegeben worden war und die Ende Juni öffentlich wurde.

Gemäss der Studie haben nur drei von 158 Ländern den Antibiotikaeinsatz bei Kulturpflanzen dokumentiert und ausgewertet. Die Verwendung beim Menschen kontrollierten 41 Staaten, beim Tier 36 Staaten.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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