Ist sie runter, rauf oder wenigstens gleich geblieben? Viele Schweizerinnen und Schweizer schauen jeden Tag besorgt auf die Zahl der täglichen Neuinfektionen, die in jüngster Zeit wieder deutlich höher war als noch im Mai und Juni. Damals schien die Corona-Krise schon fast überwunden. Jetzt ist von einer möglichen zweiten Welle die Rede.
Ob man es nun eine zweite Welle nennt oder nicht: In den letzten Wochen gab es wieder viel mehr Fälle – vor allem bei den Jungen. Das zeigen Daten des B undesamtes für Gesundheit (B AG ) zur Altersverteilung . Während der ersten Welle im März und April machten Personen unter 40 Jahren nur etwa ein Drittel aller neuen Fälle aus. Momentan ist es mehr als die Hälfte.
Trendwende bei Betroffenen
Gleichzeitig ist der Anteil der über 60-Jährigen an allen bestätigten Neuinfektionen in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen. Von der ersten Welle waren sie viel stärker betroffen als vom derzeitigen Corona-Ausbruch, bei dem die Jungen die Treiber sind. Es hat eine regelrechte Trendwende stattgefunden.
Besonders gut sichtbar wird diese, wenn man die Zahl der neuen Fälle pro Altersgruppe während der ersten Welle und der aktuellen Phase vergleicht. Zwischen Mitte März und Mitte April gab es die meisten Neuinfektionen bei den 50- bis 59-Jährigen. Auch über 80-Jährige waren stark betroffen. Im vergangenen Monat wurden hingegen vor allem 20- bis 39-Jährige positiv getestet .

