In Wila ist Chlorothalonil kein Problem
Im Auftrag der Gemeinde hat das Kantonale Labor Zürich im Juni 2020 im Netz der Wasserversorgung Wila Proben entnommen. Überprüft wurden acht neue relevante Abbaustoffe von Chlorothalonil, so genannte Metaboliten. Das seit 1. Januar 2020 verbotene Chlorothalonil wurde früher als Pflanzenschutzmittel eingesetzt, um Pilzbefall vorzubeugen. Laut Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen wird es «neu als wahrscheinlich krebserregend beurteilt».
Somit gilt auch für dessen Abbaustoffe neu der Höchstwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter im Trinkwasser. Ein Mikrogramm entspricht einem Millionstel Gramm. Trinkwasser mit höheren Rückständen erfüllen die Anforderungen nicht, die an sauberes Trinkwasser gestellt werden.
Keine Massnahmen
Wie der Gemeinderat Wila schreibt, ist das Ergebnis der Proben erfreulich. «Der Höchstwert wird deutlich unterschritten.» Die Proben seien bezüglich der geprüften und lebensmittelrechtlich geregelten Parameter konform. Massnahmen seitens der Gemeinde müssen keine ergriffen werden.
Die Wasserversorgungen in der Schweiz sind verpflichtet, das Trinkwasser zu überwachen. Da Chlorothalonil in der Landwirtschaft nicht mehr eingesetzt werden darf, ist davon auszugehen, dass dessen Abbauprodukte im Grundwasser allmählich abnehmen werden.

