Vor Corona waren die Schalter der Dübendorfer Stadtverwaltung pro Woche 34,5 Stunden geöffnet, seit Anfang Woche sind es noch 27,5 Stunden – eine Reduktion von 20 Prozent. Was auf den ersten Blick wie ein Abbau aussieht, bezeichnet der Stadtrat als «Optimierung» und «Kanalisierung».
Und das sieht in der Tendenz so aus: Am Morgen öffnen die Schalter später, am Abend ist früher Schluss, und am Dienstag geht es erst nach dem Mittag los. Gleichzeitig werden die Öffnungszeiten an vereinzelten Tagen in den Randzeiten ausgeweitet – dies vor allem wegen den berufstätigen Einwohnern, wie Stadtschreiber Martin Kunz auf Anfrage sagt.
Auch der Online-Schalter macht Arbeit
Kunz verweist aber auch auf die «veränderten Kundenbedürfnisse» und das ausgebaute Angebot an Online-Dienstleistungen. Letztere seien zunehmend gefragt und wirkten sich auf die Auslastung der Schalter im Stadthaus aus – wenngleich die Arbeit deswegen nicht weniger werde: «Auch online erfasste Daten müssen bearbeitet und kontrolliert werden.»
Die eingeschränkten Öffnungszeiten während der Coronakrise haben gemäss Kunz gezeigt, dass nicht ständig bediente Schalter die personellen Ressourcen auf der Verwaltung schonen. Sprich: Wer seine Arbeit nicht alle paar Minuten für ein Gespräch unterbrechen muss, ist konzentrierter bei der Sache und damit effizienter.

