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Politik

Plastikvisiere sind unsicher – und bleiben dennoch im Einsatz

Ein Corona-Ausbruch in einem Bündner Hotel deutet daraufhin, dass die sogenannten Face Shields schlecht schützen. Ob sie aus den Restaurants verbannt werden sollen, ist jedoch umstritten.

Die Plexiglasscheibe schirmt den Träger von der Umwelt ab, dennoch bleibt das Lächeln darunter sichtbar. Das Atmen fällt leichter als unter einer Hygienemaske, zudem lässt sich das Visier problemlos desinfizieren und wiederverwenden.

In vielen Bars und Restaurants arbeitet das Personal seit der Wiedereröffnung nach dem Lockdown mit sogenannten Face Shields. Im Schutzkonzept für das Gastgewerbe werden Gesichtsvisiere an mehreren Stellen als mögliche Massnahme genannt, wenn die Mindestdistanz von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Doch nun verunsichert eine Nachricht aus dem Bündnerland die Branche. Kantonsärztin Marina Jamnicki rät ausdrücklich davon ab, Visiere statt Masken zu tragen. Die Analyse von Übertragungswegen habe gezeigt, dass Face Shields ungenügend vor Infektionen schützten.

Ansteckung über die Luft

Auf Anfrage verweist Jamnicki auf einen Corona-Ausbruch in einem Bündner Hotel. «Insgesamt haben sich drei Mitarbeiter angesteckt, die Visiere getragen haben. Von den Maskenträgern im Personal hat sich hingegen kein einziger infiziert», so die Kantonsärztin. Auch wenn die Beobachtung nicht repräsentativ sei, falle das Bild doch «klar und eindeutig» aus.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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