Am 16. März begann der Lockdown und damit auch der Stillstand für die 2400 Sportvereine im Kanton Zürich. «Wir waren bisher überzeugt, dass immer Fussball gespielt wird. Keiner hätte geglaubt, dass das einmal nicht mehr stimmen könnte», sagte Theo Widmer, Vereins-Unterstützer des Fussball-Regionalverbands Zürich, am Dienstag vor den Medien.
Bereits am 18. März gab es für die Sportvereine und -verbände aber gute Nachrichten. Der Regierungsrat hatte aus dem Lotteriefonds 2 Millionen Franken Soforthilfe à fonds perdu gesprochen. Ein «Erste-Hilfe-Paket» für die Vereine, wie Widmer sagte.
Erleichterung an der Videokonferenz
Auch der Volleyballclub Smash Winterthur war froh um die Nachrichten vom Kanton, wie Ursula Staufer, Co-Präsidentin des Clubs, sagte: «An der ersten Videokonferenz war die Erleichterung der Vorstandsmitglieder sichtbar, als ich verkünden konnte, dass der Regierungsrat uns Geld zugesichert hat.»
171 Vereine und Verbände aus über 25 Sportarten und aus allen Bezirken des Kantons haben bis Ende Juni ein Gesuch um Soforthilfe beim Sportamt des Kantons eingereicht. 28 Prozent davon machen die Fussballvereine aus, gefolgt von den Turnvereinen mit 12 Prozent. Das sei nicht erstaunlich, da Fussball auch die Sportart sei, die von den meisten Zürcherinnen und Zürchern in einem Verein ausgeübt werde, sagte Stefan Schötzau, Chef des Sportamts.

