«Jugendliche, die noch nicht in den Ausgang dürfen, brauchen Orte, um Freunde zu treffen. Einen solchen Ort wollten wir mit dem offenen Schulareal schaffen», erzählt Carmen Evangelisti (FDP). Die Fehraltorfer Schulräsidentin seufzt. «Leider haben sich nicht alle an die Regeln gehalten, weshalb der Versuch abgebrochen wird.»
Mit dem Versuch meint sie das Pilotprojekt, das vor gut eineinhalb Jahren gestartet wurde. Auf die Empfehlung der Arbeitsgruppe Jugend und Sicherheit beantragte die Schulpflege der Gemeinde, den Schulhausplatz zur Benutzung freizugeben und das Betretungsverbot zwischen 22 Uhr und 6 Uhr aufzuheben. Seit Februar 2019 waren die Schulanlagen Tag und Nacht begehbar – bis jetzt.
Patrouille reichte nicht
«Die Öffnung entwickelte sich in eine negative Richtung, der Reinigungsaufwand nach den Wochenenden war jeweils immens», so Evangelisti. Zuerst war es hauptsächlich Abfall, der zusammengeräumt werden musste. «Flaschen, Büchsen, sogar ein Kondom – all das hinterliessen die Jugendlichen.» Irgendwann seien Sprayereien und Vandalismus hinzugekommen.
«Diese Verunreinigungen konnten nicht mehr hingenommen werden, so Evangelisti. Auf Antrag der Schulpflege hat der Gemeinderat entschieden, dass in der Nacht zwischen 22 Uhr und 6 Uhr wieder die alte Regelung gilt: Das Areal darf nicht betreten werden.

