Das Schuljahr 2020 werden die Schülerinnen und Schüler so schnell wohl nicht vergessen. Oder zumindest acht Wochen davon nicht. Der coronabedingte Lockdown im März hatte den normalen Alltag stillgelegt – und dabei auch vor der Schule nicht Halt gemacht. Von einem Tag auf den anderen war nicht mehr Schulbankdrücken angesagt, sondern Unterricht von zu Hause aus.
Die Siebensachen zusammensuchen
An der Sekundarschule Turbenthal-Wildberg kann man sich noch gut an diesen Moment vor vier Monaten erinnern. «Am ersten Fernunterrichtstag haben wir die Kinder klassenweise im Halbstundentakt ins Schulhaus eingeladen», erzählt Schulsozialarbeiterin Stephanie Künzler. Dabei habe man kurz eine Erhebung gemacht, ob alle ein Handy besitzen und Zugang zu einem Computer hätten.
«Man merkte, dass die ausserordentliche Situation in den Köpfen angekommen war.»
Beat Spaltenstein, Schulleiter Sek Turbenthal-Wildberg
Wo dies nicht der Fall war, stellte die Schule Geräte zur Verfügung. Zudem wurde sichergestellt, dass alle Schüler mit dem nötigen Material ausgestattet sind. «Sie machten einen Durchlauf durchs Zimmer, suchten ihre Sachen zusammen, packten Hefter und Blätter ein und wenn nötig noch eine Tüte, um alles tragen zu können», sagt Künzler. «Im Nachhinein betrachtet war das schon sehr eindrücklich.»

