Justizvollzug und Wiedereingliederung (JuWe) des Kantons Zürich hat am Donnerstag an seiner Jahresmedienkonferenz dargelegt, wie seine Institutionen auf die Corona-Pandemie reagiert haben.
Im Zentrum standen die Untersuchungshaft sowie der Betrieb in der Justizvollzugs-Anstalt Pöschwies. Die Verantwortlichen – Roland Zurkirchen, Direktor der Untersuchungsgefängnisse und Andreas Naegeli, Direktor der JVA Pöschwies – führten aus, mit welchen Herausforderungen sie in den letzten Monaten konfrontiert waren. Sie zeigten aber auch auf, wo und weshalb Corona zu Neuerungen und Verbesserungen geführt hat.
In der Untersuchungshaft wurden in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Telefongespräche mit Angehörigen möglich – eine Errungenschaft, die so weit wie möglich erhalten bleiben soll. Ausserdem können Einvernahmen und selbst Gerichtsverhandlungen auch per Video durchgeführt werden, wie es beim Kanton heisst.
« Um die Einschränkung der Besuchsmöglichkeiten so gut wie möglich auszugleichen, hatte die JVA Pöschwies das Telefonkontingent der Inhaftierten erhöht. Neuerdings ist der Kontakt mit Angehörigen auch per Videotelefonie möglich », heisst es weiter .
Inzwischen sind Besuche wieder in allen Institutionen des Justizvollzugs möglich – mit Ausnahme des Quarantänegefängnisses in Horgen. Die Ausbreitung der Pandemie konnte in den Institutionen des Justizvollzugs bisher erfolgreich verhindert werden.

