Die kürzlich im Kirchgemeindehaus Auenwies durchgeführte Jahresversammlung der evangelischen Kirche Bichelsee war auf eine rationelle Abwicklung ausgelegt und entsprach den Corona-Schutzmassnahmen. Haupttraktanden waren Bestätigungs- und Neuwahlen der Kirchenvorsteherschaft sowie die Rechnungs- und Budgetabnahme.
Ein verschwindend kleiner Teil der gut 700 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wohnte der Versammlung bei. Von den gut 20 Anwesenden war ein Viertel aus dem Turbenthaler Weiler Seelmatten, dessen Reformierte der Kirchgemeinde Bichelsee-Balterswil angehören.
Bei den Wahlen wurden alle Bisherigen, demnach Christian Feuz (Präsident), Silvia Betschart, Mirjam Hug und Bruno Flater wiedergewählt. Neu ins Gremium schaffte es die junge Angelika Kündig für die Kinder- und Jugendarbeit. Die Rechnungs- und Budgetabnahmen erfolgten ohne Wortmeldungen aus der Versammlung. Rechnungsführerin Alexandra Peter-Herren wies beim Budget 2020 darauf hin, dass womöglich die Steuereinnahmen geringer ausfallen könnten als budgetiert. Dies aufgrund der Corona-Pandemie, die Kurzarbeit und Lohnausfälle mit sich bringe.
Seit 1958 im Amt, nun gerüstet für die Zukunft
Anschliessend an die Versammlung lud der Präsident dazu ein, einen Blick auf den in diesem Jahr restaurierten Kirchturm-Gockel zu werfen. Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft ermöglichten dies, indem sie das Tuch lüfteten, das augenfällig über dem Hahn gelegen hatte. Einen Moment den Atem anhalten konnte man, als der Hahn zum Vorschein kam. Versehen mit unzähligen Goldplättchen, hat er nun ein strahlend neues Gewand. Ein Gockel auf den reformierten Kirchen erinnert an die Geschichte im neuen Testament, in der Jesus prophezeit, ehe der Hahn krähe, werde ihn Petrus dreimal verleugnen.

