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Politik

Risikotouristen können Quarantäne einfach ignorieren

Wer aus einem Corona-Hotspot einreist, müsste sich isolieren. Doch am Flughafen wird dies nicht angeordnet. Betroffene sollen sich selbst beim Kanton melden.

Seit Anfang dieser Woche müssten Reisende aus   29 Risikoländern eigentlich zehn Tage in Quarantäne. Müssten. Denn am Flughafen und an der Grenze verordnet das niemand.

Stattdessen setzen die Behörden auf Vertrauen. Sie vertrauen darauf, dass sich die Einreisenden selbst informieren. Sie vertrauen darauf, dass die Betroffenen selbst st ändig in Quarantäne gehen. Und sie vertrauen darauf, dass sich die Leute innerhalb von zwei Tagen bei den Behörden melden und dort ihre Quarantäne anmelden. Sie w e rden ab dann gleich behandelt wie jene, die aufgrund des Contact - Tracing in Quarantäne müssen. Je nach Kanton wird man mehr oder weniger oft kontrolliert und betreut.

Aber schon bei der Information über die neue Sachlage läuft vieles nicht rund. So schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Anfrage, es habe die Fluggesellschaften angehalten, die Einreisenden mittels Infoflyer zu informieren. Doch sowohl   die   Swiss als auch Edelweiss teilen mit, dass dies so nicht geschehen sei. Stattdessen informieren sie die Passagiere vor dem Abflug im Risikoland am Gate per Durchsage .

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Wer die   Durchsage   verpasst und sich nicht zuvor selbstständig informiert hat, erfährt erst im Flughafen-Terminal in der Schweiz von den   B estimmungen. Das BAG hat zum Beispiel dem Flughafen Zürich am Montagmittag   –   also nach Inkrafttreten der Massnahmen   –   Infotafeln und Infoflyer geliefert. Dort kamen am Montag und   am   Dienstag   neunzehn   Flüge aus Risikoländern an.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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