Eine halbe Milliarde Franken hatte der Kanton Zürich schon bereitgestellt, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu mildern. Nun kommen noch ein paar Millionen hinzu: Der Kantonsrat hat am Montag einen Nachtragskredit in Höhe von 13,5 Millionen Franken bewilligt, damit auch kommerzielle Kulturunternehmen unterstützt werden können. Zudem hiess er einen Krisenbeitrag von 2,5 Millionen Franken für den Verein Zürich Tourismus gut. Das kantonale Corona-Hilfspaket für Kultur umfasste bislang 20 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds. Da Lotteriefonds-Gelder aber nur gemeinnützigen Zwecken zukommen dürfen, haben kommerzielle Kulturunternehmen keinen Anspruch auf dieses Geld.
Auch gewinnorientierte Betriebe stark betroffen
Mit dem nun vom Kantonsrat bewilligten Nachtragskredit können sie vom Kanton insgesamt maximal 13,5 Millionen Franken erhalten, um die Corona-Krise zu überstehen. Auch der Bund hat Geld für sie zur Verfügung gestellt. Auf jeden Franken Ausfallentschädigung des Bundes legt nun der Kanton Zürich einen weiteren Franken drauf, wie der Zürcher Regierungsrat festhält. «Kulturschaffende zählen zu den am stärksten von der Corona-Krise Betroffenen», sagte Selma L’Orange Seigo (Grüne, Zürich). Dies gelte auch für gewinnorientierte Kulturbetriebe. Mit dem Nachtragskredit schaffe der Kantonsrat die Voraussetzung dafür, dass sie Bundesgelder abholen können.
Auch Clubbetreibern könnte dies zugutekommen, wie André Müller (FDP, Uitikon) sagte: «Viele Nachtclubbesitzer haben offenbar Mühe mit den Corona-Schutzmassnahmen.» Es stelle sich die Frage, ob die Clubs zu schliessen und mit dem nun bewilligten Geld zu entschädigen seien. Der Nachtragskredit für die Kultur war unbestritten und wurde vom Kantonsrat ohne Gegenstimme bewilligt.
GLP fordert nachhaltigen Zürich-Tourismus

