Der rasche Ausbau von 5G kommt hierzulande zögerlich voran, nicht zuletzt wegen der Politik: Der Bundesrat will die strengen Grenzwerte für die Strahlenbelastung nicht lockern. Das Parlament wiederum hat es zweimal abgelehnt, die Grenzwerte anzupassen. Schliesslich haben einzelne Kantone wie Genf, Waadt und Jura einen verfassungswidrigen Baustopp für den neuen Mobilfunkstandard verfügt.
Der Basler Nationalrätin Katja Christ von den Grünliberalen stösst dieser zurückhaltende Umgang mit 5G sauer auf: Sie hat deshalb im Parlament in der abgelaufenen Sommersession eine Anfrage an den Bundesrat eingereicht, die sich im Inhalt von den anderen Vorstössen zum Thema deutlich unterscheidet. Zwölf Mitglieder ihrer Partei haben die Interpellation mitunterzeichnet.
Nicht gesundheitliche Bedenken wegen der Strahlung stehen im Vordergrund, sondern Nachhaltigkeit. Christ will von der Regierung wissen, welche Bedeutung sie 5G für die Bekämpfung von Umweltproblemen und für die Digitalisierung beimisst.
«In der Öffentlichkeit ist zu wenig bekannt, was die Vorteile von 5G sind. Das hat mir zusehends Bauchschmerzen bereitet.»
Katja Christ, grünliberale Nationalrätin aus Basel-Stadt

