Das Begleitpersonal in den Zügen, Bussen und Bahnen werde nicht Maskenpolizei spielen, sagte Toni Häne, Leiter Personenverkehr SBB, vor den Bundeshausmedien. Man werde höchstens ermahnen und Renitente an der nächsten Haltestelle zum Aussteigen auffordern.
Der Schutz der Fahrgäste und des Personals stehe für die Transportunternehmen an erster Stelle. Die Branche unterstütze die Maskenpflicht. «Wer die Massnahmen respektiert, reist sicher im ÖV», sagte Häne. Zentral bleibe die Eigenverantwortung und sowie die gegenseitige Solidarität der Reisenden.
Die Transportunternehmen hätten grundsätzlich eine Transportpflicht, «sofern sich der Kunde an die Hausordnung hält», sagte Häne auf die Frage, ob man Passagieren die Fahrt verweigern könne, wenn sie keine Maske tragen. Auch Essen und Trinken sei erlaubt, aber nachher müsse die Maske wieder aufgesetzt werden.
Kein zusätzliches Kontrollpersonal
Die SBB gehen laut Häne davon aus, dass die meisten Kunden eine Maske tragen werden. Man habe auf jeden Fall nicht vor, zusätzliches Kontrollpersonal zu engagieren. Das wäre laut Christa Hostettler, Mitglied der Postauto-Geschäftsleitung, auf die Schnelle auch schwierig, weil das bestehende Personal eine gute Schulung durchlaufen habe.

