Politik

Natalie Rickli wettert auf Twitter gegen das BAG

Natalie Rickli wettert auf Twitter gegen das BAG

Am Wochenende infizierten sich im Zürcher Club Flamingo mehrere Personen mit dem Coronavirus. Nun stellt sich die Frage: Wer trägt die Verantwortung für das Party-Debakel? Und wie viel wussten die Kantone von der Gefährlichkeit der Cluböffnungen?

Anscheinend nicht viel, wenn es nach der Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli geht. Auf Twitter wetterte die Zürcher Gesundheitsdirektorin gegen das BAG und den Bundesrat. «Leider hat es der Bundesrat unterlassen, diese Analyse den Kantonen zukommen zu lassen.» An BAG-Chef Pascal Strupler sagte sie: «Bitte nachliefern.»

Rickli bezog sich auf einen Artikel, wonach der Bund von der hohen Gefährlichkeit in Clubs wusste. Das geht aus einer internen Analyse hervor, die der Netzaktivist Hernani Marques via Twitter verbreitete.

Er gelangte per Öffentlichkeitsgesuch an die Risikobeurteilung einzelner Lockerungsmassnahmen. Gemäss der Risikoanalyse des Bundes sei Ansteckungsrisiko in Clubs «hoch». Die Einführung von Schutzmassnahmen «schwierig». Und Distanzregeln sowie Schutzausrüstung in Diskotheken «nicht anwendbar».

Dies kommt auf Twitter gar nicht gut an. Der Grossteil der User kritisiert die Regierungsrätin. Man hätte auch selber darauf kommen können, dass die Ansteckungsgefahr in Clubs hoch sei, so der Grundtenor.

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