Die Schweizer Hoteliers ver zeichnen zumindest in den be kannten Ferienregionen des Landes wieder eine Zunahme bei den Buchungen. Die Gastgeber füh ren diesen Effekt auf die finanzielle Unterstützung der Eidgenossenschaft und die Lockerungen der Vorschriften gegen das Coronavirus zurück.
Die Auslastung in den Hotels lag im Mai schweizweit bei 15 Prozent. Die prognostizierten Zahlen für die Monate Juni bis August liegen für die Stadthotellerie im Schnitt mit 24 Prozent dreimal tiefer als 2019.
Hotels in den Berggebieten und auf dem Land rechnen zwar mit einer deutlich höheren Auslastung. Jedoch kann auch hier die inländische Nachfrage den Ausfall ausländischer Gäste nicht völlig wettmachen. Denn die Auslastung befindet sich immer noch unter dem Niveau vom Sommer 2019.
Dank Kurzarbeit, Covid-Kre diten und Lockerungsmassnahmen konnten die Hotels zumin dest in Teilbereichen eine Ent spannung erreichen. Während vor zwei Monaten noch rund 10 Prozent der Hotelbetriebe eine Konkurswahrscheinlichkeit von 60 Prozent angaben, waren es im Juni nur noch knapp 3 Prozent der Betriebe.
Trotzdem musste ein Viertel der Befragten Kündigungen aussprechen. Da mit die angeschlagene Hotellerie wieder zu einem einträglichen Geschäft zurückfindet, braucht es aus Sicht der Branche weitere Massnahmen. Hotelleriesuisse hat deshalb am Montag ein ent sprechendes Positionspapier mit 16 Forderungen vorgelegt.

