Als ich das erste Mal in Thailand war, habe ich die ersten Tage nur Pad Thai gegessen. Ich wollte herausfinden, wann mir das Nationalgericht der Thailänder verleidet. Doch dann habe ich gemerkt, dass dies wohl nie der Fall sein wird. Ab da gab es nur noch jeden zweiten Tag Pad Thai.
Zuhause habe ich es bisher nicht geschafft, ein Pad Thai so zu kochen, wie ich es aus Thailand kenne. Der Knackpunkt war meist die Tamarind-Sauce, welche dem Nudelgericht seinen speziellen Geschmack verleiht. So habe ich mir mit der Zeit mein eigenes Rezept gebastelt. Dieses ist für Puristen wohl etwas zu schweizerisch, lässt sich dafür mit einigen Kniffen zum erfrischenden Salat umfunktionieren.
Star der Show ist im Salat nicht mehr die Tamarind-Sauce, sondern mein selbst produzierter Erdnussbutter. Erdnüssli werden zwar auch in Thailand über das Nudelgericht gestreut, bei mir landen sie jedoch im Mixer. Gesalzene Apéro-Erdnüsse eignen sich meiner Erfahrung nach dafür am besten. Ohne Öl oder Wasser lassen sich diese ohne Probleme zu einer cremigen Sauce zermixen und schmecken sowohl in asiatischen Gerichten als auch auf dem Zmorgemüesli oder im Gebäck.
Für meinen knackigen Salat brauchen Sie Rüebli, Peperoni, Rotkohl, Frühlingszwiebeln, Edamame, Limetten und optional Koriander. In mundgerechte Streifen geschnitten, bildet das Gemüse die Basis des Gerichtes. Edamame kauft man am besten gefroren und taut die gewünschte Menge der Böhnchen einfach auf, indem man kochendes Wasser über sie giesst. Optional: Die Zugabe von weiteren Proteinquellen wie etwa Tofu, Pouletstückchen oder Crevetten.

