Genaugenommen ist er kein Schlatter. Seinen Namen und wohl auch sein Gesicht kennen dennoch die meisten Einwohner der kleinen Gemeinde zwischen Töss- und Eulachtal. Denn Peter Leemann «residiert» seit 2004 im Gemeindehaus. Doch wer ist der Mann hinter diesem Gesicht?
Der 52-Jährige bewohnt zusammen mit seiner Partnerin in Dickbuch in der Nachbargemeinde Elgg ein altes Bauernhaus, das er seit dem Einzug vor fünf Jahren umbaut. Seine Partnerin arbeitet als selbständige Hundebetreuerin. Sie findet im grossen Haus im Grünen ideale Voraussetzungen dafür vor.
«Seit der fünften Klasse wollte ich Polizist werden.»
Peter Leemann, Gemeindeschreiber von Schlatt
Seine Kindheit verbrachte Peter Leemann in Oetwil an der Limmat. «Seit der fünften Klasse wollte ich Polizist werden», erinnert er sich. Doch dafür braucht es einen erlernten Beruf. In seinem Fall war das Autoelektriker. Nach der Ausbildung in der Schweizer Armee machte er seinen Bubentraum war und begann bei der Stadtpolizei Zürich, wo er unter anderem auch Diensthundeführer war.
Um die Jahrhundertwende erlebte die Zürcher Polizeilandschaft Unruhen, verursacht durch Differenzen zwischen Kantons- und Stadtpolizei. Eine Situation, die Leemann dazu veranlasste, sich Gedanken über seine Zukunft zu machen. Er entschied sich zur Gemeindeschreiber-Ausbildung. «Als Zusatzausbildung und Sicherheit, parallel zum Führungsseminar bei der Polizei», sagt er.

