Der Gemeinderat Bubikon will einen Teil des Stammgleises zwischen Wolfhausen und Bubikon verkaufen und hat es deshalb vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen umgewidmet. Die Absichten der Behörde haben allerdings zu breitem Widerstand in der Bevölkerung und einer Petition geführt –der Heimatschutz rekurrierte gar gegen den Gemeinderatsbeschluss; allerdings erfolglos.
Doch aufgegeben haben die Kritiker noch lange nicht. Jetzt hat ein Komitee rund um den Bubiker Markus Brunner eine Einzelinitiative zur Erhaltung des Stammgleises eingereicht. Darin fordert es den «(Wieder-)Eintrag des Stammgleises vom Bahnhof Bubikon bis zum Firmen-Anschluss der Firma Nauer in Wolfhausen» im kommunalen Richtplan. Dies inklusive Anschlussoption ans SBB-Netz.
«Die Gesamtheit» erhalten
In der Initiative heisst es, die Bahnanlage sei «ein wichtiger und noch intakter Zeuge der Industrie- und Bahnkultur in der Gemeinde Bubikon des 20. Jahrhunderts». Sie solle in ihrer Gesamtheit erhalten werden. Mit dem Wegfall einzelner Teile würde «dieses wertvolle Kulturgut» für immer zerstört.
Das Gleis verbinde die Dorfteile Bubikon und Wolfhausen «als Leitfaden». Die Chilbifahrten etwa seien etablierte Volkskultur seit bald 40 Jahren, dasselbe gelte für Fahrten zum Frühlingsmarkt Wolfhausen und Weihnachtsmarkt Ritterhaus. Der Dorfteil Wolfhausen verdanke dem Stammgleis zudem einen grossen Anteil seiner Entwicklung. «Diesem Umstand soll Rechnung getragen werden.»

