Das lang geplante und ersehnte Hochzeitsfest, ein Traum in Weiss, eine mehrstöckige Hochzeitstorte… Bei vielen Brautpaaren wurde die Vorfreude auf diesen speziellen Tag mit dem Beginn der Coronapandemie in ein stetes Auf und Ab der Gefühle, in banges Hoffen oder gleich pure Verzweiflung verwandelt. Doch nicht nur die Festivitäten rund um die Heirat, auch die eigentliche, offizielle Vermählung von Braut und Bräutigam auf dem Standesamt wird durch die Sicherheitsvorgaben des Bundes beeinflusst.
«Wir haben mit den Paaren mitgelitten.»
Bianca Boos Germann, Leiterin Zivilstandsamt
Im Zivilstandskreis Pfäffikon, zu dem auch die Gemeinden Fehraltorf, Hittnau, Russikon und Wildberg gehören, werden jährlich rund 110 Ehen geschlossen. «In der letzten Zeit sind wir viel am Telefon mit besorgten Brautpaaren», sagt Bianca Boos Germann, Leiterin des Zivilstandsamt. Manche verschieben die Trauung nur um ein paar Wochen oder Monate. «Sogar bis in den Dezember, der normalerweise relativ unbeliebt für Hochzeiten ist.» Andere würden die Trauung gleich um ein Jahr verschieben oder ganz absagen.
Nur noch 10 statt 20 Personen
Das Trauzimmer im Pfäffiker Gemeindehaus, in dem für gewöhnlich alle Hochzeiten des Zivilstandskreises stattfinden, würde eigentlich Platz für rund 20 Personen bieten. Bis zum 5. Juni wurden die Trauungen jedoch aufgrund der Coronapandemie lediglich im Beisein von Brautpaar und Trauzeugen durchgeführt. «Da haben wir mit den Paaren schon mitgelitten», sagt Boos Germann.

