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SP kritisiert Informationspolitik der Gemeinde

Ganz ohne Misstöne geht die geplante Baumfällung am Seequai nicht über die Bühne. Die SP moniert, man hätte die Bevölkerung bereits an der Gemeindeversammlung am vergangenen Montag über die Pläne informieren müssen.

Aufgrund ihres dürren Astwerkes stellt die Esche am Seequai eine Gefahr für Passanten und Gäste des See-Imbisses dar.

PD

SP kritisiert Informationspolitik der Gemeinde

Diese Woche gab das Pfäffiker Bauamt ihre Pläne bekannt, die dreistämmige Esche am Seequai neben dem See-Imbiss plus drei kleinere Ahornbäume aufgrund ihres schlechten gesundheitlichen Zustandes zu fällen. Die Hoffnungen im Gemeindehaus waren gross, dass die geplante Fällung keinen grossen Aufschrei in der Bevölkerung auslöst. In der Vergangenheit waren Baumfällungen in Pfäffikon ein emotionales Thema und stets eine hitzig geführte Debatte.

«Auch Bäume haben ein Ablaufdatum»

17.06.2020

Kranke Esche am Pfäffiker Seequai

Die dreistämmige Esche direkt neben dem Pfäffiker See-Imbiss muss gefällt werden. Beitrag in Merkliste speichern Von einem grossen Aufschrei kann bisher tatsächlich nicht die Rede sein. Trotzdem moniert die Pfäffiker SP – die sich vor einigen Jahren an vorderster Front gegen Baumfällungen eingesetzt hatte – die Kommunikation der Gemeinde. «Es ging uns nie darum, gegen eine notwendige Rodung einzuschreiten», hält Co-Präsident Marc Grosspietsch fest. «Aber wir kritisieren die Art der Bekanntmachung zwei Tage nach der Gemeindeversammlung.» Zudem vermissen sie Angaben über geeignete Massnahmen zum Erhalt der Bäume sowie zur Ersatzpflanzung.

Darum haben sich die Co-Präsidenten Marc Grosspietsch und Christian Lipp schriftlich an den Gemeinderat gewendet, um klare Informationen zu erhalten. Und diese liegen bereits vor. Darin betont Bennie Lehmann, stellvertretender Gemeindeschreiber, dass die Baumfällung mit der Gemeindeversammlung am vergangenen Montag «überhaupt nichts zu tun» hat.

See-Imbiss hat Recht auf funktionierenden Betrieb

Der Mittwoch sei gewählt worden, um möglichst viele Pfäffiker über die Print-Medien mit der Grossauflage des ZO/AvU erreichen zu können. «Ein ganz normaler, schrittweiser Ablauf», schreibt Lehmann. «Zuerst sperren, dann breit informieren, dann fällen und das Areal wieder für die Öffentlichkeit freigeben.» Zuwarten sei nicht möglich, da die Sicherheit vorgeht und auch der See-Imbiss das Recht auf einen funktionierenden Betrieb habe. Die Bäume sollen Anfang nächster Woche gefällt werden.

«Eschen sind schweizweit ein grosses Thema, da diese überall erkrankt sind und reihenweise gefällt werden müssen.»

Antwort der Gemeinde

Bezüglich Angaben über geeignete Massnahmen zum Erhalt der Bäume wird darauf verwiesen, dass man ja einen weiteren Baum mit einem Pflegeschnitt versehen wolle, um ihn erhalten zu können. «Die Eschen sind schweizweit ein grosses Thema, da diese überall erkrankt sind und reihenweise gefällt werden müssen.» Über die Ersatzpflanzung könne man, wie bereits erwähnt, keine genauen Angaben machen, da diese vom Konzept des neuen Bistros am Seequai abhängen.

Bekenntnis für Bäume

Für die SP ist indes klar, dass es in Pfäffikon ein Bekenntnis zum Erhalt der Bäume auf Gemeindegebiet braucht – analog zur Stadt Uster, wo Bäume im öffentlichen Raum laut Stadtratsbeschluss nicht mehr gefällt werden dürfen. Müssen Bäume zwingend gefällt werden, ist ein langfristig gleichwertiger Ersatz erforderlich. Marc Grosspietsch: «Wir werden dies vom Gemeinderat auch für Pfäffikon fordern.»

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