Die Gemeinde Turbenthal hatte Ende Februar rund 60 Briefe an die Anstösserinnen und Anstösser des Chämibachs geschickt. Sie enthielten persönliche Einladungen zu einer Informationsveranstaltung zum Thema «Hochwasserschutz Chämibach Turbenthal – Vorprojekt».
Ein Anlass, der eigentlich noch im März hätte stattfinden sollen. Doch der Corona-bedingte Lockdown hatte dies verunmöglicht. Am Dienstagabend wurde er nun in der Schützenstube nachgeholt. «Es ist wichtig, dass wir ihn durchführen können, damit alle zusammen nun weiterarbeiten können», sagte Gemeinderat Walter Fehr (parteilos) zur Begrüssung. Als Land-, Forstwirtschafts- und Gewässervorsteher ist er von Seiten der Gemeinde für das Thema zuständig.
Grossflächige Überschwemmung möglich
Von den geladenen Turbenthalerinnen und Turbenthaler waren über 20 erschienen. Sie alle wollten erfahren, was rund um den Dorfbach im Gange ist. Denn bekannt war bereits, dass der Gemeinderat den Chämibach für rund zwei Millionen Franken sanieren möchte und bereits letzten Herbst ein von der Firma Holinger erarbeitetes Vorprojekt beim Kanton zur Prüfung eingereicht hatte. Nun gab es die Details dazu.
Ende 2014 war die synoptische Gefahrenkarte für das Tösstal festgesetzt worden, welche die Überlagerung aller relevanten Naturgefahrenprozesse abbildet. Sie sei der Auslöser für das Hochwasserschutzprojekt gewesen, erklärte Martin Böckli, Projektleiter der Firma Holinger. «Erkennbar ist darauf, dass vom Chämibach eine grossflächige Gefährdung ausgeht.» In Bezug auf die einzelnen Gewässer der Gemeinde sei er für 50 Prozent der Risiken verantwortlich.

