«Fehraltorf ZH: Brand in Asylunterkunft.» Diese Meldung, die vergangenen Freitag im Schweizer Polizeiticker vermeldet wurde (siehe Box), war der Auslöser für grosse Aufruhr in einer Fehraltorfer Facebook-Gruppe. Denn: Liest man die Kurznachricht, in der von einer «kommunalen Asylunterkunft» die Rede ist, geht man davon aus, dass der temporäre Wohnbau für Flüchtlinge und Personen in Not abgefackelt ist - jener, der die Steuerzahler 3 Millionen Franken kostete und erst vor zwei Monaten in Betrieb genommen wurde.
So interpretierte wohl auch jener User diese Meldung, der sie dann mit der Überschrift «tja» in die Facebookgruppe «8320 Fehraltorf eusi Heimat» postete. Seitens der Gemeinde kam schnell eine Berichtigung, direkt unter dem Beitrag. So schrieb Gesellschaftsvorsteherin Verena Hubmann (DGF): «Es hat nichts mit dem temporären Wohnbau zu tun! Das ist ein Haus in Privatbesitz. Die Besitzerin vermietet Zimmer an Flüchtlinge. Die Gemeinde hat keinen Einfluss darauf….»
Die Kantonspolizei meldete sich bei «Züriost» und verwies darauf, dass der Asylkoordinator der Gemeinde doch einen Einfluss auf diese Liegenschaften hat; deshalb habe man die Unterkunft in der Medienmitteilung auch als kommunale Asylunterkunft bezeichnet. Auf Anfrage sagt Gemeinderätin Verena Hubmann: « Die Zimmer werden ohne unser Okay und ohne, dass es uns jeweils gemeldet wird, an Flüchtlinge vermietet. Wie Wohnungen auch ohne uns zu melden an Sozialhilfeempfänger vermietet werden. Sie werden vom Asylkoordinator betreut wie jeder Sozialhilfeempfänger vom Sozialsekretariat betreut wird.»
Die Welle war jedoch schon ins Rollen gebracht. Trotz versuchter Relativierung seitens der Gemeinde hagelte es weiter Kommentare unter der geposteten Meldung, die das Fehraltorfer Asylwesen in kein gutes Licht rücken.

