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Wetziker Immobilienfirma atmet auf

Lanciert wurde das «Lakeside»-Projekt auf dem Wetziker Egli-Areal vor sechs Jahren, nun hat die Stadt und der Kanton den Gestaltungsplan bewilligt. Doch die Bagger fahren trotzdem nicht sofort auf, sagt Geschäftsführer Stefan Egli.

Auf dem Egli-Areal in Wetzikon soll einiges passieren., Die gelb gestrichelte Linie zeigt die Grösse des Areals, die rote Fläche den potenziellen Standort der Wohnfläche.

Grafik: PD

Wetziker Immobilienfirma atmet auf

Fast vier Fussballfelder hätten auf dem Wetziker Egli-Areal an der Breitistrasse Platz. Doch anstelle der 88 Fussballspieler bewegen sich dort vor allem Kunden und Mitarbeiter der beherbergten Geschäfte und Firmen. Das soll sich aber ändern. Aus dem Areal soll mehr werden.

Mehr. Das will die Firma schon lange für das Areal. Mit dem Projekt «Lakeside» wollen sie nebst Gewerbe auch Wohnraum auf den Platz holen. Ende 2017 lehnten der Kanton und die Stadt das Projekt ab. Die Grundeigentümer strebten einen Gewerbeanteil von mindestens 20 Prozent an, der Rest sollte dem Wohnen dienen. Dies hätte allerdings eine Teilrevision der Richt- und Nutzungsplanung zur Folge gehabt.

«Mehr als ein erster Schritt»

Mehr als zwei Jahre sind seit dem Entscheid vergangen, die Geschichte ging weiter und die Eglis mussten noch einmal über die Bücher. Nun können sie einen ersten Erfolg verbuchen. Der private Gestaltungsplan wurde genehmigt. Statt nur 20 Prozent Gewerbeanteil, sind es 20 Prozent Wohnvolumen. Doch Stefan Egli, Geschäftsführer der Jules Egli AG, sagt: «Das ist mehr als ein erster Schritt.»

Plan B im Fall Lake-Side

19.12.2017

Bauprojekt in Kempten

Auf dem Industrieareal an der Breitistrasse in Wetzikon soll sich einiges verändern. Beitrag in Merkliste speichern Wie die nächsten aussehen, ist noch nicht klar. «Das Areal eignet sich aufgrund der Lage zu mehr als 20 Prozent Wohnen. Entscheide bezüglich des weiteren Vorgehens sind noch nicht gefallen. Die Bagger fahren also vorläufig nicht auf», sagt Egli.

Erste Entscheide 2002

Die Zukunft des Areals sei von langer Hand geplant. «So müssen beispielsweise auch Mietverträge so abgeschlossen sein, dass die Handlungsfähigkeit und Flexibilität erhalten bleibt», sagt Egli. Im Verwaltungsrat und mit den Hauptaktionären, sechs Egli-Geschwistern, würden alle Optionen diskutiert und wichtige Entscheidungen gemeinsam gefällt.

«Was bleibt, ist momentan eine Leere. Es ist fast ein bisschen surreal. »

Stefan Egli, Geschäftsführer Jules Egli AG

Erste Entscheide für die Zukunft fällten sie bereits 2002. Damals entschied man sich, die Nachfolgeregelung anzugehen, da keiner der Nachkommen ins Familiengeschäft einsteigen wollte. Das hiess für sie, die Firma zu einem reinen Immobilienunternehmen zu transformieren.

«Früher war die Jules Egli AG vor allem eine Strassenbaufirma mit weiteren Geschäftsbereichen», sagt Egli. Nach und nach seien die Geschäftsbereiche in Aktiengesellschaft umgewandelt und verkauft worden. 2010 war die Firma eine reine Immobilienfirma. Vier Jahre später lancierte die Familie das «Lakeside»-Projekt.

Umzonung nicht möglich gewesen

Sechs Jahre dauerte das Prozedere bis zur jetzigen Genehmigung. «Was bleibt, ist momentan eine Leere. Es ist fast ein bisschen surreal. Natürlich wird jeder Bauherr immer sagen, es dauere zu lange. Doch, dass es bei uns nun doch noch geklappt hat, freut uns enorm.»

«Wir haben durch die Genehmigung Flexibilität gewonnen.»

Stefan Egli

Dass der erste Plan abgelehnt wurde, sei nicht falsch gewesen, sagt Egli heute. «Damit mussten wir rechnen. Eine Umzonung kurz nach einer BZO-Revision wäre nicht möglich gewesen.»

Finger davon gelassen

Zum Glück habe er nicht gewusst, wie lange sich das Ganze hinzieht, sagt er heute. Sonst hätte er wohl die Finger davon gelassen. «Es hat viele Ressourcen abverlangt, finanzielle und personelle. Es hat viel Durchhaltevermögen gebraucht, doch wir haben uns für diesen Weg entschieden, deshalb haben wir auch nicht daran gezweifelt.»

Mit der Genehmigung der Stadt und des Kantons gehe nun auch die Nachfolgeregelung weiter. Man  habe dadurch Flexibilität gewonnen. «Es ist ein Unterschied, ob es mit dem Status Quo weitergeht oder mit den neuen grossen Entwicklungsmöglichkeiten.»

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