Nur noch bis Ende Juni empfängt Therapeutin Susanna Steiner Jugendliche und junge Erwachsene an der Hochstrasse 4 in Pfäffikon. Dann löst sich der Kirchliche Verein für Jugendberatung Region Pfäffikon nach 30 Jahren auf und die Beratungsstelle wird geschlossen. «Das stimmt schon wehmütig», sagt Steiner, die 26 Jahre die Jugendberatung geprägt hat.
Der Grund für das Ende der Jugendberatung sei rein finanziell, führt Therese Schmid, Präsidentin des Vereins, aus. «Im Zuge der Umstrukturierungen innerhalb der Reformierten Kirche fusionieren Kirchgemeinden, zum Teil auch mit Gemeinden ausserhalb der Region Pfäffikon», so Schmid. «Langfristig wird diesen Gemeinden eine weitere Mitfinanzierung der Jugendberatung nicht möglich sein.»
Mitgliederbeiträge nicht mehr verkraftbar
Derzeit wird der Verein noch von den Gemeinden Pfäffikon, Wildberg, Wila, Hittnau, Weisslingen, Fehraltorf, Russikon und Lindau getragen. Und nun hat auch Weisslingen den Austritt angekündigt. «Für die verbleibenden Kirchgemeinden wäre die dadurch bedingte Erhöhung des Mitgliederbeitrages nicht verkraftbar», sagt Therese Schmid. Dies, obwohl die Beratungsstelle überschaubare Kosten von rund 78‘000 Franken pro Jahr verursacht. Davon finanzieren rund 60‘000 Franken die Trägergemeinden, der Rest wird aus Spenden und Kollekten gedeckt.
«I ch bin nicht bereit, die Stelle auf Gedeih und Verderb zu erhalten.»
Therese Schmid, Vereinspräsidentin

