Es ist dunkel, gegen 23 Uhr. Die Strassen sind beinahe leer. Zwischen Russikon und Madetswil liegen mitten auf der Fahrbahn ein Fuchs. Schwer verletzt, jedoch noch am Leben. Es handelt sich um eine Fähe, deren Gesäuge noch voll ist – irgendwo im Wald warten also hungrige Jungtiere auf sie.
«Einfach abzuhauen, ohne sich um das verletzte Wesen zu kümmern – das macht mich richtig wütend!»
Hans Peter Fäh, Jagdaufseher Gemeinde Russikon
Dieses Bild bot sich Hans Peter Fäh, Jäger und Jagdaufseher in der Gemeinde Russikon, vor einigen Wochen. Das Tier wurde angefahren, vom Lenker keine Spur. «Ich erlöste die Fähe dann von ihren Qualen. Zu wissen, irgendwo sind junge Füchse, die jetzt verhungern, ist auch für einen Profi schwer zu ertragen.»
Es sind Momente, die Fäh immer wieder erlebt. «Leider», wie er sagt. Die Unfälle mit Wildtieren hätten sich im Laufe des letzten Jahres gehäuft. Wie der Jagdobmann sagt, könne er das bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen: «Dass einem ein Tier direkt vor den Wagen rennt, kann passieren. Dann aber einfach abzuhauen, ohne sich um das verletzte Wesen zu kümmern oder jemanden zu benachrichtigen – das macht mich richtig wütend!»
Keine Gefahr erwartet

