Die zweite Welle ist schon da. Nicht jene der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Sondern jene des Streits zwischen Bundesamt für Gesundheit (BAG) und einigen Schweizer Wissenschaftlern.
Noch bevor die Schweiz am 25. Februar die erste Ansteckung verzeichnete, waren Bund und Epidemiologen einander ins Gehege geraten.
Das BAG sei nicht auf dem aktuellen Stand des Wissens, kritisierte Christian Althaus von der Universität Bern Ende Januar. Kurz zuvor hatte Mister Corona Daniel Koch erklärt, das Virus sei noch nicht ausserhalb Chinas nachgewiesen worden. Die Information stellte sich noch während der Medienkonferenz als überholt heraus.
Scharf griff auch ETH-Professor Marcel Salathé, ein Bekannter von Althaus aus Studiumszeiten, das BAG in den folgenden Wochen an. Leiser wurde die Kritik erst Ende März, als der Bundesrat Althaus, Salathé und weitere Forscher in seine wissenschaftliche Covid-Taskforce berief.
Appell an die Aufsicht

