Weltweit sind 1,3 Milliarden Benzin- und Dieselfahrzeuge unterwegs – und es werden jedes Jahr mehr. Wie soll man so bis im Jahr 2050 das Klimaziel von null CO2 erreichen? Elektrofahrzeuge sind zwar im Kommen. «Doch die können in den nächsten Jahren höchstens das Wachstum der mit Benzin und Diesel betriebenen Automobile bremsen», sagt Christian Bach von der Empa in Dübendorf.
Das Problem der Versorgung der Elektroautos mit sauberem Strom ist zudem, dass erneuerbare Energie von der Sonne, Was ser- und Windkraft nicht immer dann anfällt, wenn sie gebraucht wird. «Im Winterhalbjahr werden wir noch über viele Jahrzehnte einen Mangel an erneuerbarer Energie und im Sommer einen Überschuss haben. Das darf nicht ausgeblendet werden.»
Bach und sein Team forschen deshalb seit langem an Mobilitätskonzepten, die diese saisonalen Unterschiede berücksichtigen. Um die überschüssige erneuerbare Energie im Sommer speicherbar zu machen, schlagen sie die Umwandlung in Wasser stoff und – in einem weiteren Schritt – in synthetisches Methan vor. Dieses setzt sich zusammen aus Wasserstoff und Kohlendioxid – CO2 , das man aus der Atmosphäre holt.
Umrüsten nicht nötig
In diesem sogenannten Power- to-Gas-Verfahren sieht die Empa enormes Potenzial – in der Schweiz, aber insbesondere welt weit, gerade im Sonnengürtel oder in Regionen mit Offshorewindparks.

