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Beschränkte Aufenthaltsdauer, gesperrte Grillstellen und die grosse Kostenfrage

Der langersehnte Startschuss für die Badisaison ist zum Greifen nah. Doch ein normaler Badisommer ist nicht absehbar. Eine Übersicht einiger Massnahmen in der Region.

Um die Verweildauer zu verringern, werden in der Effretiker Badi Eselriet die Grillstellen gesperrt. , Ein solches Bild wird es diesen Sommer nicht geben: Der Sprungturm in Uster bleibt geschlossen.

Archivfoto: Leserreporter

Beschränkte Aufenthaltsdauer, gesperrte Grillstellen und die grosse Kostenfrage

Zwei zusätzliche Tage hat der Bundesrat den Badibetreibern geschenkt. Statt am Montag, 8. Juni, können sie bereits am Samstag, 6. Juni, in die verspätete Saison starten. Dem Badespass steht jedoch nach wie vor einiges im Weg. Wie eine Umfrage bei den regionalen Freibädern zeigt, haben die Badibetreiber in ihren Schutzkonzepten ganz unterschiedliche Massnahmen getroffen.

Uster

So wurde für das Dorf- und das Strandbad Uster eine maximale Aufenthaltsdauer von 2,5 Stunden angesetzt. Dies zusätzlich zur Beschränkung der Anzahl Gäste im Dorfbad auf 200 und im Strandbad auf 500. Diese Zahlen ergeben sich aus den Vorgaben des Verbandes der Hallen- und Freibäder, der einen Richtwert von einer Person pro zehn Quadratmeter Liegefläche vorgibt. Der Sprungturm und die Flosse bleiben jedoch geschlossen, genauso wie das Tor zur hinteren Liegewiese im Dorfbad. 

Wie das Geschäftsfeld Sport in einer Mitteilung schreibt, könne es sein, dass bei schönem Wetter die Kapazität der Freibäder nicht ausreiche. Man bitte die Badegäste deshalb, die Stosszeiten wenn möglich zu meiden. Auf der Website der Stadt Uster wird der aktuelle Stand der Anzahl Besucher jeweils einsehbar sein.

Wetzikon

Diese technische Unterstützung bietet auch die Stadt Wetzikon an. Während sich im Strandbad Auslikon ebenfalls nur 500 Personen gleichzeitig aufhalten dürfen, sind im Freibad Meierwiesen rund doppelt so viele Gäste erlaubt. «Mit unseren knapp 10‘000 Quadratmetern könnten wir 1000 Personen den Zutritt gewähren», sagt Corsin Camenisch, Leiter Sport und Freizeit. «Wir werden die Anzahl jedoch sicherheitshalber auf maximal 900 Personen beschränken.»  

Für den Zugang in die Bäder werden automatische Besucherzähler eingesetzt, zeitliche Einschränkungen sind hingegen nicht geplant. An den Eintrittspreisen wird nicht gerüttelt, auch nicht bei den Saisonabos. «Wir weisen die Kunden darauf hin, dass sie dieses Jahr mit Einschränkungen im Badebetrieb rechnen müssen und die maximale Anzahl zulässiger Personen beschränkt ist», so Camenisch.

Illnau-Effretikon

Anders im Effretiker Sportzentrum Eselriet. «Den Saisonkartenbesitzern wird die entgangene Zeit von rund einem Monat in Form eines Rabattes gutgeschrieben», sagt David Gerig, Leiter Hochbau. Am Becken, beim Sprungturm, der Rutschbahn sowie beim Eingang wird zusätzliches Personal im Einsatz sein, um die Anzahl Personen zu kontrollieren. Im Eselriet dürfen sich 1000 Gäste aufhalten, davon maximal 150 im Schwimmbecken.

«Im Sinne der Vorsichtsmassnahmen werden keine Mietgegenstände ausgehändigt», sagt Gerig. Bei den Verkaufsgegenständen bestehe ein leicht reduziertes Angebot und die Grillstellen bleiben vorerst geschlossen. «Ansonsten wird die ganze Infrastruktur zur Verfügung stehen.»

Volketswil

In der Volketswiler Badi Waldacher muss ebenfalls auf das Grillieren verzichtet werden, das ansonsten zu längeren Aufenthaltszeiten führen könnte. «Das begrenzte Platzangebot für den Restaurantbetrieb und die wohl teilweise noch längeren Wartezeiten beim Bestellen werden sicher auch einschneidende Punkte», sagt Uwe Betz-Moser, Abteilungsleiter Liegenschaften.

In Volketswil können sich sogar 2000 Personen gleichzeitig in der Badi aufhalten – Spitzentage in den vergangenen Jahren haben jedoch bis zu 5500 Gäste angezogen, sagt Betz-Moser. «Solche Tage bestimmen die Mitarbeiterzahl, die wir einsatzbereit haben.» Um die erhöhten Hygiene-Massnahmen umzusetzen, sind am Abend mehr Reinigungen, Desinfektionen und Aufbereitungen für den nächsten Tag vorgesehen. «Dafür werden wir wahrscheinlich mehr vom bestehenden Hilfspersonal aufbieten. Wir werden sehen, was es braucht.» Auch in Volketswil werden die Saisonabonnements vergünstigt verkauft, und zwar um zehn Franken.

Grüningen

In Grüningen wäre für dieses Jahr sogar eine Erhöhung der Eintrittspreise vorgesehen gewesen. «Auf diese haben wir jetzt verzichtet und die Preise zusätzlich moderat angepasst», sagt Susanne Gutknecht, Ressortvorsteherin Gesundheit und Liegenschaften. Als einschneidendste Massnahme neben der Limitierung auf 300 zugelassenen Personen nennt sie als erstes das vom Bundesrat vorgegebene Contact Tracing. «Sicher werden einige dies als sehr einschneidend empfinden und sich fragen, ob das wirklich nötig ist.»

Vor allem die Eintrittskontrolle an Spitzentagen werde darum mehr Personal erfordern. «Wir haben Mitarbeiter, die wir auf Abruf dazunehmen können, um den Prozess zu verbessern», sagt Gutknecht. Aber es müsse jedem Besucher klar sein, dass Geduld gefordert ist. «Da führt kein Weg daran vorbei, so gut die Vorbereitung von unserer Seite her auch ist.»

Rüti

Eine Vergünstigung für Saisonkarten soll es auch im Rütner Freibad geben. 850 Personen dürfen sich darin aufhalten. Die Schwimmhalle in Rüti bleibt jedoch weiter geschlossen. «Dies, weil die geltenden Abstandsregeln in den Garderoben und Duschräumen kaum eingehalten werden können», wie die Schulverwaltung ausführt. 

Hinwil

Die Hinwiler Badibetreiber haben den Preis der Saisonabos sogar halbiert, wie Elias Hug, Leiter Abteilung Liegenschaften, auf Anfrage sagt. Zeitliche Einschränkungen wird es für die gleichzeitig erlaubten 700 Personen zwar nicht geben, aber: «Es wird an die Freiwilligkeit und Toleranz der Besuchenden appelliert, den zeitlichen Aufenthalt einzuschränken.»

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Eine etwas andere Art der Rückerstattung hat man in Fischenthal und der Badi Steg gewählt, in der sich 500 Personen aufhalten dürfen. «Die Eintrittspreise bleiben gleich, beim Kauf von Saisonabos für Erwachsene, Kinder und Familien gibt es dieses Jahr ausnahmsweise einen Gutschein für eine Gratis-Konsumation in der Badi-Beiz», sagt Badibetreiber Urs Gander.

Wald

Für die 350 erlaubten Personen in der Walder Badi Sunnetal soll online ein Platzreservationssystem angeboten werden. «Dies in Kombination mit einem Anteil Vorort-Tagestickets», sagt Gemeindeschreiber Martin Süss. Auch sonst will man in Wald an vielen Orten auf technische Hilfsmittel zurückgreifen, etwa mit Ampelsystemen für den Zugang zu Bad oder zum Wasser. 

Pfäffikon

Im Pfäffiker Strandbad Baumen, das noch 1000 Gäste empfangen darf, wird der Betrieb im Schwimmbecken zwar reguliert. «Im See wird sich aber eine natürliche Verteilung ergeben», sagt Bennie Lehmann, stellvertretender Gemeindeschreiber. «Falls nötig, werden die Aufsichtspersonen korrigierend einwirken.»

Gesperrt werden in Pfäffikon weder Rutschbahn noch Sprungturm. «Aber wir werden wo nötig Abstandsmarkierungen anbringen, auch beim Wasserzugang», so Lehmann. Die Preise bleiben gleich wie in den letzten Jahren. «Je nach Wetterlage ziehen wir jedoch eine Saisonverlängerung in Betracht.»

Gossau

Die Gossauerinnen und Gossauer müssen sich erst einmal noch etwas weiter gedulden. Ihre Badi Tannenberg öffnet nicht bereits am Samstag, sondern erst am Montag, 8. Juni, ihre Türen. «Bewusst wird der Startttag nicht auf ein Wochenende mit hohen Gästezahlen gelegt, damit sich die Schutzmassnahmen einspielen und bei Bedarf angepasst werden können», schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. In Gossau sind zeitgleich 450 Gäste erlaubt, wie Gemeindeschreiber Thomas-Peter Binder ausführt, der Betrieb werde mit der gewohnten Anzahl Mitarbeiter gestemmt. «Freibäder mussten bereits vor der Coronakrise strenge Hygienevorschriften einhalten – das kommt ihnen jetzt zugute.»

Weitere Informationen über die einzelnen Schutzkonzepte, Massnahmen und Einschränkungen sind auf der jeweiligen Websites der Freibäder zu finden. Neben Pfäffikon, Volketswil, Uster oder Wetzikon machen auch viele weitere Gemeinden Gebrauch vom Zählsystem Countee, das online eine Live-Übersicht der Besucherzahlen anbietet. 

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