Gemächlich stapfen Mathias Villiger und Jürg Küenzi die steile Weide empor, die den Hundschilen-Wald vom Baumer Dorfrand trennt. Immer wieder bleiben die beiden Männer stehen und begutachten den Waldrand, der sich ein paar Meter neben ihnen über den Hügelzug schlängelt.
Was auf den ersten Blick wie ein normales Waldstück erscheint, ist in Wirklichkeit das Herzstück eines Naturschutzprojekts, das Mathias Villiger, Bereichsleiter Naturschutz bei BirdLife Zürich, lanciert hat und nun gemeinsam mit Förster Jürg Küenzi und einem regionalen Forstunternehmer realisiert.
Stufenlose Übergänge schaffen
Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass sich der Waldrand optisch von anderen unterscheidet. Wo sonst eine undurchdringliche Wand aus Stämmen und Ästen das abrupte Ende des Waldes markiert, wechseln sich hier die hochgewachsenen Bäume mit lichten Stellen ab. Auf deren Boden wachsen verschiedene Sträucher wie Hartriegel, Wolliger Schneeball oder Schwarzdorn. Diese grenzen an einen Krautsaum, der schliesslich sanft in die Weidefläche übergeht.
«Die Idee ist, dass Wald und Offenland stufenlos ineinander übergehen.»
Mathias Villiger, Bereichsleiter Naturschutz bei BirdLife Zürich

