Die Swiss gibt sich alle Mühe, das Bild des Flugzeugs als Virenschleuder zu entkräften. Bisher habe sich noch niemand nachweislich auf einem ihrer Flüge infiziert, wiederholte die Fluggesellschaft in den vergangenen Wochen regelmässig. Und am Donnerstagmorgen erklärte Chief Operating Officer Thomas Frick den Journalisten an einer Pressekonferenz: «Die Luft in unseren Flugzeugen ist mit Garantie besser als in Ihren Büros.»
Trotzdem will keiner, dass ein Corona-Positiver mit Dutzenden oder Hunderten anderen stundenlang in einer engen Kabine sitzt. Aus diesem Grund hat die Europäische Agentur für Flugsicherheit Easa vergangene Woche Empfehlungen erlassen, wie Fluggesellschaften in Corona-Zeiten die Gefahr einer Virus-Übertragung in ihren Maschinen minimieren können.
Allen voran sollen Airlines dafür sorgen, dass Personen mit Symptomen der Krankheit nicht zu einem Flug erscheinen, weil sie das dafür ausgegebene Geld nicht verlieren wollen. Um dies zu verhindern, sollen die Fluggesellschaften laut Easa eine kostenlose Umbuchung oder eine Rückerstattung des Billettpreises anbieten. Sie sollen dies gewähren, wenn der Passagier bis sechs Stunden vor dem Flug ein Arztzeugnis vorweist, das den Verdacht auf eine Infektion bestätigt.
Swiss scheut die Kosten
Bei der Swiss ist es allerdings kein Thema, ihre Handhabung für die gesamte Dauer der Corona-Pandemie anzupassen. Eine kostenlose Umbuchung sei ausgeschlossen, selbst wenn der Passagier ärztlich bestätigte Corona-Symptome habe, bestätigt Sprecherin Karin Müller. Dies gelte natürlich nicht für Flex-Tarife.

