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Politik

Konkurrenz kritisiert Roche wegen günstigen Antikörpertests

Roche verlangt von den Laboren 1.50 Franken für ihren Test. Viel zu wenig, monieren Konkurrenten. Die stossen sich zudem daran, dass Spitzenpolitiker Werbung für den Schweizer Konzern machen.

Pharmariesen wie Roche werden seit Jahren von Medien, Krankenkassen und Ärzten für zu hohe Preise für innovative Medikamente kritisiert. Für einmal muss sich Roche nun den Vorwurf gefallen lassen, ein Produkt sei zu billig.

So werfen Konkurrenten Roche vor, ihren neuen Antikörpertest zu günstig zu vermarkten. Dem deutschen «Handelsblatt» zufolge verlangt Roche für den Test 1.50 Franken. Die Produkte der Konkurrenz kosten dagegen 4 bis rund 6 Franken – und damit deutlich mehr. «Der Preis von Roche ist eine Kampfansage», zitiert das Blatt Erwin Soutschek, Geschäftsführer der Diagnostikfirma Mikrogen aus dem Raum München.

Roche zeigt sich unbeeindruckt. Den genannten Preis will der Basler Konzern weder dementieren noch bestätigen. Den Vorwurf, mit Kampfpreisen den Markt aufrollen zu wollen, weist er aber von sich: «Der Preis ist vergleichbar mit den Preisen anderer Antikörpertest für Infektionskrankheiten», sagt Sprecher Nicolas Dunant.

Patienten müssen selber zahlen

Roche will den Preis, den der Konzern den Laboren für die Tests in Rechnung stellt, auch deshalb nicht bekannt geben, weil Patienten viel mehr zahlen müssen. Denn für einen Antikörpertest muss dem Patienten Blut abgenommen werden. Die Labore müssen dafür das Fachpersonal bezahlen und zudem die teuren Analysegeräte finanzieren, auf denen die Tests laufen. So kostet ein Antikörpertest beim Laborbetreiber Medica 108 Franken.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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