Der Juni ist traditionell der Monat der Rechnungs-Gemeindeversammlungen. Nicht so in diesem Jahr. Viele Gemeinden haben die Versammlung aufgrund der Corona-Krise bereits frühzeitig in den Herbst verschoben. Anders als die Parlamentsgemeinden Wetzikon, Uster, Dübendorf und Illnau-Effretikon, die den Betrieb in angepasster Weise bereits wieder aufgenommen haben, sind die restlichen 27 Gemeinden der Region auf weitere Entscheide des Bundesrates angewiesen, die wohl am 27. Mai gefällt werden.
Obwohl das grüne Licht aus Bern noch fehlt, haben sich die Gemeinden Pfäffikon, Fehraltorf, Bäretswil, Russikon, Wila, Fällanden, Greifensee, Volketswil und Wangen-Brüttisellen dazu entschieden, im Juni eine Versammlung anzusetzen.
« Niemand weiss, was im Herbst noch auf uns zukommt.»
Beat Grob, Volketswiler Gemeindeschreiber
In Bäretswil fand bereits am Anfang der Coronakrise im März eine Gemeindeversammlung mit besonderen Hygiene- und Abstandsmassnahmen statt. «Aufgrund der zu erwartenden, überschaubaren Teilnehmerzahl könnte die Versammlung am 17. Juni ähnlich stattfinden», sagt Gemeindeschreiber Andreas Sprenger.
In Volketswil soll im September an der Urne über die neue Gemeindeordnung der Politischen Gemeinde sowie der Schulgemeinde abgestimmt werden. «Darum steht am 12. Juni an der Gemeindeversammlung die Vorberatung an, damit diese per Januar 2021 in Kraft gesetzt werden kann », sagt Gemeindeschreiber Beat Grob. Der Entscheid, die Versammlung durchzuführen, sei ohne grosse Diskussionen gefallen. «Der Termindruck stand im Vordergrund. Niemand weiss, was im Herbst noch auf uns zukommt.»

