In den vergangenen Tagen und Wochen war oft zu lesen, die Corona-Krise würde Familien in die 50er-Jahre zurückwerfen. Mütter, die zu Hause bleiben und sich um die Kinder kümmern. Väter, die sich für die Arbeit aus dem Familienleben ausklinken – auch im Homeoffice. Doch jetzt gibt es Hinweise auf eine gegenteilige Entwicklung. Ist alles viel weniger schlimm als befürchtet?
Eine Studie des National Bureau of Economic Research, einer amerikanischen Forschungsorganisation, hat untersucht, wie sich die Corona-Krise auf die Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern in den USA auswirkt. Zwar kommen die Forscherinnen zum Ergebnis, dass Frauen von der Pandemie ökonomisch ungleich härter getroffen werden, allen voran alleinerziehende Mütter. Trotzdem sehen die Autorinnen in der Pandemie eine Chance.
«Wir haben während der Pandemie ganz viel Geld ausgegeben. Jetzt müssen wir wissen: Wer hat profitiert?»
Tamara Funiciello, SP-Nationalrätin
Sie glauben, dass sich die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern langfristig verringern. Sie nennen zwei Gründe: flexiblere Arbeitsmodelle und eine grössere Beteiligung von Vätern an der Erziehung ihrer Kinder. Trifft das auch auf die Schweiz zu?
In der Krise liegt die Kraft

