Während sich die Schweiz vor allem mit den Folgen der Corona-Krise beschäftigte, haben Sunrise sowie Salt ungestört verhandelt und ein neues Gemeinschaftsunternehmen gegründet. So kommt es, dass nichts an die Öffentlichkeit durchgedrungen ist. Mit der Firma Swiss Open Fiber wollen beide Anbieter beim Ausbau der Glasfasernetze in der Schweiz vorwärtsmachen.
Warum tun sich Sunrise und Salt zusammen?
Sunrise und Salt mussten sich bislang in die Netze von Marktführerin Swisscom und lokalen Energieversorgern einmieten, um ihren Kunden den schnellen Internetzugang über die Glasfaser anbieten zu können. Damit begaben sich beide Unternehmen in eine starke Abhängigkeit der Swisscom. Dank ihrer Zusammenarbeit im Rahmen des Gemeinschaftsunternehmens Swiss Open Fiber drehen sie nun den Spiess um und fordern den staatsnahen Betrieb heraus.
Warum ist die Zusammenarbeit zwischen Sunrise und Salt aussergewöhnlich?
Wie heisst es so schön? «Der Feind meines Feindes ist mein Freund.» Es ist das erste Mal in der Geschichte der Schweizer Telekommunikation, dass sich zwei unmittelbare Herausforderer der Swisscom zusammentun, um den blauen Riesen mit einer gemeinsamen Infrastrukturplattform direkt anzugreifen. Gleichzeitig sind diese beiden Herausforderer aber auch Konkurrenten.

