Er ist wieder da: der Stossverkehr. Schon zum Frühstück gibts Staumeldungen – und auf dem Weg durch die Stadt fast einen Zusammenstoss auf einem vollen Radweg. Auch in Zürichs Trams und Bussen ist wieder mehr los, wie VBZ-Direktor Guido Schoch sagt. Er trägt eine leuchtend gelbe Weste über dem grauen Anzug und verteilt Atemschutzmasken an Passanten am Bellevue.
Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) haben gestern begonnen, an grossen Haltestellen 50’000 Schutzmasken zu verschenken. Damit die Passagiere im öffentlichen Verkehr zumindest während der Stosszeiten Schutzmasken tragen, wie es der Bundesrat empfiehlt. Dies soll dazu beitragen, eine zweite Welle der Corona-Pandemie zu verhindern.
«Wir mussten leider feststellen, dass sich nur sehr wenige Leute an die Empfehlung des Bundesrats halten, auch wenn das Tram voll ist», sagt Schoch. Sein politischer Vorgesetzter, FDP-Stadtrat Michael Baumer, hilft ebenfalls beim Verteilen der Masken.
«Je mehr mitmachen, umso weniger komisch ist es.»
Stadtrat Michael Baumer (FDP)
«Bis jetzt ist es für viele noch ungewohnt. Man kommt sich vielleicht komisch vor, wenn man eine Maske trägt. Aber je mehr mitmachen, umso weniger komisch ist es», erklärt er den Sinn der Verteilaktion, die heute am Sternen Oerlikon, Milchbuck und Limmatplatz fortgesetzt wird. Die Kosten belaufen sich laut Baumer auf 30’000 Franken.

