Bei seinem dritten Globi-Buch hatte Atlant Bieri zum ersten Mal das Gefühl, dass es bei der Veröffentlichung bereits veraltet sein könnte. Der Pfäffiker Umweltwissenschaftler war bereits bei den Globi-Wissensbüchern «Globi und die Energie» sowie «Globi und die neuen Arten» federführend mit dabei. Beim seinem neusten Werk «Globi und die Roboter», das vor kurzem erschien, wagte er sich auf Neuland. «Die Recherchen waren für mich daher auch sehr spannend», sagt Bieri. Doch der technische Fortschritt sass ihm permanent im Nacken.
Um direkt am Puls des Geschehens die technischen Informationen aus erster Hand zu erhalten, reiste er nach Japan. «Die ausgefallenen Funktionsweisen von japanischen WCs oder Badewannen sind natürlich Steilvorlagen für möglichst lustige Anekdoten, denn Globi tritt ja in jedes mögliche Fettnäpfchen», sagt Bieri. Humor sei der Zugang zu den Kindern, um ihnen das Wissen näherzubringen. Und so verbrüht Globi schier in der selbstheizenden Badewanne oder schafft es erst, das WC zu spülen, nachdem dieses ihm eine Dusche verpasst hat.
Ob seine Geschichten tatsächlich genug packend sind, konnte er vorzu an seinem 10-jährigen Sohn Arin testen, der ihn gemeinsam mit seiner Frau auf die Reise begleitet hatte. Und dieser habe nicht mit Kritik gespart. «Er meinte immer, es müsse noch lustiger werden», erzählt Bieri.
In Japan erhielt die Familie unter anderem Einblick in die Aufräumarbeiten des Atomkraftwerks in Fukushima mit Robotern. «Dort wurden wir wie Staatsgäste empfangen und alle hatten Freude, als wir ihnen erklärten, wer Globi ist.» Doch es gab auch weniger angenehme Momente, so erlebten sie etwa einen Tsunami-Alarm hautnah. «Am Schluss stellte sich zum Glück heraus, dass es ein Fehlalarm war», sagt Bieri.

