Die Corona-Krise macht den Zürcher Spitälern finanziell arg zu schaffen. Zunächst mussten sie auf Geheiss des Kantons für viel Geld zusätzliche Logistik bereitstellen. Da wurden beispielsweise ganze Abteilungen für die Intensivpflege umgerüstet. 600 bis 700 Intensivpflegebetten haben die Spitäler im Nu aus dem Boden gestampft. Über die Kosten und wer diese tragen soll, wurde nicht gesprochen.
Patientinnen und Patienten, die mit schweren Symptomen der Covid-19-Erkrankung hospitalisiert wurden, haben hohe Betreuungskosten verursacht. Durch den geltenden Tarif wird der Aufwand in keiner Weise abgedeckt. Eine Lösung für dieses Problem ist nicht in Sicht.
«Es kann nicht allein in der Verantwortung der Zürcher Steuerzahler liegen, ein Operationsverbot zu finanzieren, das der Bund so verfügt hat.»
Gesundheitsdirektion Kanton Zürich
Während rund zweier Monate durften die Spitäler – vom Bund verordnet – kaum mehr geplante Eingriffe durchführen. Allein dadurch sind ihnen pro Tag Einnahmen von rund 10 Millionen Franken entgangen. Jetzt sind die Eingriffe wieder möglich. Es ist aber unklar, was bis Ende Jahr noch aufgeholt werden kann. Alleine dieser Posten wird den Spitälern ein Loch von 300 bis 500 Millionen Franken in die Kasse reissen.
Was man bis jetzt noch nicht weiss: Wie und durch wen sollen die Spitäler für die Ausfälle und die Mehrkosten entschädigt werden.

