In den Landwirtschaftlichen Genossenschaften Wila und Turbenthal kümmerte sich – auch nach der Fusion – ein Verwalter (Geschäftsführer) um das ganze Geschäft, vor allem um den Ein- und Verkauf der landwirtschaftlichen Hilfsstoffe, und Depothalterinnen führten den Konsumladen.
Beide mussten einen Geldbetrag als Sicherheit hinterlegen, denn anfänglich gab es mangels Kontrollen oft Verluste. In Turbenthal waren die Konsumabteilung und der «Fourage»-Bereich (Heuhandel, landwirtschaftliche Hilfsstoffe) zwischen 1892 und 1938 getrennt verwaltet.
Der erste Fourage-Verwalter war 1878 bis 1920 Jakob Scheuermeier, der letzte Verwalter in Turbenthal war 1965 bis 1968 Anton Reichmuth-Müller (Jahrgang 1934, auch der erste Verwalter der fusionierten Genossenschaft). Dem in Bauma aufgewachsenen Metzger war es «wichtig, dass man die Leute und die Verhältnisse kennt und versucht, an der Front zu sein und auf die Wünsche der Kundschaft einzugehen.»
Bis 1996 war er verantwortlich für die Fusion, den modernen Selbstbedienungsladen, Kleider, Schuhe und Papeteriewaren verschwanden aus dem Sortiment, die von ihm vorgeschlagene Tankstelle trug immer mehr zum Umsatz bei, dafür ging der Umsatz von Dünger und Futtermitteln stark zurück. Seine Frau Silvia (1938 bis 2002) führte ab 1964 den Volg Turbenthal und von 1973 mit Unterbrechungen bis 1996 den Volg Wila.

