Dieser Text ist erstmals im Mai 2020 erschienen. Anlässlich des «Tages der Hebammen» bieten wir Ihnen diesen Lesestoff erneut an.
Selbstständige Hebammen arbeiten seit Corona-Krisenbeginn bei den schwangeren Frauen oder zur Wochenbettkontrolle nach der Geburt unverändert im häuslichen Umfeld der Klientinnen. Dabei können sie bei ihren körperlichen Untersuchungen den Zwei-Meter-Abstand nicht einhalten.
Voll arbeitende Hebammen besuchen wöchentlich bis zu zehn verschiedene Frauen und die Arbeit ist durch die während der Krise eingeschränkten Beratungsangebote, insbesondere der Arztpraxen und der Mütter-/Väterberatungen, inhaltlich aufwändiger.
900'000 Hebammen und Geburtshelfer fehlen weltweit
Millionen von Frauen und Babys weltweit werden in der Schwangerschaft und bei der Geburt nicht fachgerecht betreut, weil hunderttausende Hebammen fehlen. 900'000 oder ein Drittel der nötigen Zahl, schreiben der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der internationale Verband der Hebammen (ICM).Wenn alle Frauen weltweit rund um die Geburt richtig betreut würden, könnten bis 2035 rund zwei Drittel der Todesfälle bei Müttern verhindert werden, heisst es in dem Bericht.

