Startschuss für Pfäffiker Wochenmarkt
Claudia Knecht hat in den vergangenen Wochen stets auf ihr Bauchgefühl vertraut. «Ich habe immer daran geglaubt, dass wir am 16. Mai mit dem neuen Markt starten können.» Es wird nach vielen Jahren das erste Mal sein, dass in Pfäffikon wieder wöchentlich ein Markt stattfindet.
Seit rund einem Jahr sind die Initianten Claudia Knecht und Dominik Gross an der Planung des neuen Angebotes. Die Corona-Krise habe zwar einiges durcheinandergewirbelt. «Aber wir haben uns gesagt, wir machen weiter mit den Vorbereitungen, wie wenn nichts wäre», sagt Knecht. Dies bedeutet: Aufstellungspläne für die Marktfahrer erarbeiten, Flyer gestalten, Werbung schalten. «Als am 29. April der Bundesrat definitiv grünes Licht gegeben hatte, war die Freude trotzdem gross.»
«Möglichst flockig»
Zwar müssen die Verantwortlichen nun bei der Gemeinde Pfäffikon ein neues Konzept mit den nötigen Abständen zwischen den Marktständen einreichen. «Unsere bisherige Arbeit war aber nicht für die Katz, wir konnten darauf aufbauen.» Ihr Plan: Die Stände sollen sich über die ganze Seestrasse verteilen und nicht nur auf den nördlichen Teil. Dieses Vorhaben muss noch von der Gemeinde abgesegnet werden.
Die Abklärungen, welche weiteren Vorgaben erfüllt werden müssen, machen momentan ihre Arbeit aus, so Knecht. «Wichtig ist, dass die Leute sich bewusst sind, dass die Durchführung nur mit der nötigen Zurückhaltung möglich ist.» Sie würde sich zwar über zahlreiche Besucher freuen. Aber: «Wenn alle nur am ersten Tag kommen, dafür in den weiteren Wochen nicht mehr, nützt das auch nichts.» Sie und das ganze Team hoffen darum auf einen stetigen, überschaubaren Besucherstrom. «Möglichst flockig.»
«Die Leute sollen entspannt einkaufen können, auch wenn vielleicht noch nicht alles ganz glatt gehen wird.»
Claudia Knecht
Auf die besonderen Angebote zum Startschuss des Marktes muss jedoch verzichtet werden. «Wir wollten ein kleines Fest veranstalten mit Strassenkünstlern und Unterhaltung für Kinder», sagt Claudia Knecht. Je nach dem könnten diese Festivitäten nach den Sommerferien oder dann im Rahmen eines Herbstfestes nachgeholt werden. Eine kleine Überraschungsaktion werde es trotzdem geben.
Flexibilität und Humor
Vorerst hoffen Claudia Knecht und Dominik Gross aber auf die erfolgreiche Durchführung der ersten Markttage. «Die Leute sollen entspannt einkaufen können, auch wenn vielleicht organisatorisch noch nicht alles ganz glatt gehen wird.» Noch sei Vieles unbekannt und es brauche von allen etwas Flexibilität und Humor.
Das Angebot des Wochenmarktes wurde mittlerweile von einem Metzger komplettiert. So steht von Mitte Mai bis Mitte November eine breite Palette von Produkten von Brot über Käse, Bier und Eier, Früchte und Gemüse bis zu Teigwaren und nun eben auch Fleisch zum Verkauf bereit – alles möglichst regional.
«Während der Corona-Krise haben Hof- und Bioläden massiv mehr Zulauf erhalten», sagt Claudia Knecht. Sie hofft, dass diese Klientel nun auch den Weg zum neuen Pfäffiker Markt finden wird. «Vielleicht hält dieser Trend, lokal einzukaufen auch weiterhin an.» So könnten auch in anderen Gemeinden neue Märkte entstehen. «Das wäre doch eine schöne Folge von Corona.»
Der Wochenmarkt Pfäffikon findet vom 16. Mai bis 14. November wöchentlich auf der Seestrasse statt. Weitere Informationen zum Markt und zur Überraschungsaktion unter www.wochenmarktpfaeffikon.ch.
