Endlich wieder ein Elefantenbaby. Nichts wünscht man sich in Knies Kinderzoo in Rapperswil sehnlicher. Seit der Geburt von Kalaya 2013 hapert es in Sachen Nachwuchs. Daran hat auch Bulle Thisiam nichts geändert, der seit 2015 in Rapperswil lebt – er ist einfach zu schüchtern, um sich mit den Weibchen zu paaren.
Jetzt soll es ein neuer Bulle richten: Mekong. Der 1982 geborene Dickhäuter lebt derzeit im holländischen Wildlands in Emmen, direkt an der deutschen Grenze. In den Niederlanden war Mekong produktiv – zumindest zu Beginn. Gleich nach seiner Ankunft 2016 deckte er zwei Weibchen.
Doch seither ist die Luft draussen. Das Paaren mit dem dritten Weibchen Swe Zin will einfach nicht klappen – der Zoo gibt Mekong deshalb ab, wie er auf Anfrage dieser Zeitung bestätigt. Der Umzug in den Kinderzoo hätte eigentlich dieser Tage stattfinden sollen, ist nun aber wegen des Coronavirus auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden.
Droht ein zweiter Fall Thisiam?
Dass Mekong in Rapperswil für einen Zuchterfolg sorgen wird, ist aber alles andere als sicher. Denn der Bulle gilt unter Elefantenexperten als «deckfaul». Als er noch in Leipzig lebte, beschrieb der damalige Chefpfleger Mekongs Paarungsverhalten mit Elefantenkühen als «halbherzig» – wenn er denn überhaupt Interesse zeigte.

