Ein Corona-Immunitätsausweis könnte Genesenen das Leben erleichtern: keine Schutzmasken für gemeinsame Sitzungen, den Coiffeurbesuch, die Fahrt im öffentlichen Verkehr und manches mehr. In vielerlei Hinsicht wäre ein solcher Nachweis geeignet, um den Übergang vom Krisenzustand während der Pandemie zurück zum bisher üblichen Alltag zu beschleunigen. Deshalb plant unter anderem die deutsche Regierung, einen Immunitätsausweis einzuführen.
Auch in der Schweiz laufen solche Arbeiten. Idris Guessous, Chefarzt der Poliklinik am Universitätsspital Genf (HUG), will demnächst mit Probanden den Umgang mit Informationen zur Immunität untersuchen – unter anderem zu einem Covid-19- Ausweis.
Er sei seit einiger Zeit mit verschiedenen Akteuren in Kontakt und stelle fest: Es gebe eine grosse Kluft zwischen Gegnern und Befürwortern. Ein Grundproblem ist, dass der medizinische Nachweis der Immunität noch mit vielen Unsicherheiten behaftet ist.
Ohne sicheren Beleg würde ein Pass mehr Probleme schaffen als lösen. Deshalb sprechen sich sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die vom Bund eingesetzte Science Task Force dagegen aus.
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